Festakt
Grundstein des Museums für zeitgenössische Kunst - Diether Kunerth in Ottobeuren gelegt

2Bilder

In einem feierlichen Rahmen und mit über 200 geladenen Gästen hat in Ottobeuren am Samstag die Grundsteinlegung für das 'Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth' stattgefunden.

Vertreter aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft verfolgten auf der Baustelle den Festakt, bei dem eine Kartusche mit symbolischen Glücksbringern wie Münzen, einer aktuellen Tageszeitung, Plan-Kopien, einem Werk des Künstlers und Widmungen eingemauert wurde.

Mit Mörtel und Kelle legten bei dem symbolischen Akt neben Ottobeurens Bürgermeister Bernd Schäfer, Abt Paulus Weigele und dem Künstler Diether Kunerth unter anderen auch der Fördervereinsvorsitzende Gunter Ernst, Landrat Hans-Joachim Weirather und der Landtagsabgeordnete Josef Miller Hand an. Architekt Fabian Lohrer versuchte, auf dem Areal der ehemaligen Bierabfüllanlage anhand von Mauerresten die Ausmaße der künftigen Kunsthalle mit Skulpturenhof aufzuzeigen.

Von existenzieller Bedeutung

Für den künftigen Betrieb des Museums sei der Förderverein 'Kunst und Werk Diether Kunerth' von existenzieller Bedeutung, so Schäfer. Und ohne eine positive Bewertung durch die Stelle für nicht staatliche Museen und den Bezirk Schwaben wäre das Vorhaben zum Scheitern verurteilt gewesen, resümierte er. Die Anwesenheit des Präsidenten der Akademie der bildenden Künste München, Professor Dieter Rehm, wertete er als 'Anerkennung von Aktivitäten in der Provinz'.

Mit Sympathie und großem Interesse begleite er dieses 'bemerkenswerte Vorhaben', sagte Georg Waldemer, Hauptkonservator und stellvertretender Leiter der Landesstelle für nicht staatliche Museen in Bayern. Zum einen habe der Künstler 'mit seinem facettenreichen Lebenswerk großzügig den Kern und das kulturelle Kapital für dieses ambitionierte Bildungsangebot zur Verfügung gestellt'.

Zum anderen überzeuge die architektonische Lösung mit einer zumindest in der Planung gelungenen Umwandlung eines alten Zweckbaus zu etwas Neuem. Das Besondere daran sei, ein Bildungsangebot für die Öffentlichkeit zu schaffen. Dem Besucher werde eine Auseinandersetzung mit Kunst ermöglicht – und Kunst brauche den Dialog.

Als 'herausragend' würdigte Landtagsabgeordneter Miller den Mut und die Ausdauer von Gemeinderat und Bürgermeister. Das Projekt bezeichnete er wegen der Finanzierungshürden als 'das schwierigste meiner politischen Zeit'.

'Kunerth ist ein großer Gewinn für unsere schwäbische Heimat', sagte Bezirkstagsvize Alfons Weber und übergab Schäfer feierlich den Förderbescheid des Bezirks Schwaben. Mit dem Museum entstehe ein neuer kultureller Höhepunkt für den Landkreis, so Landrat Weirather.

Als Künstler sieht Kunerth in dem Museumsbau eine Chance, 'der Kunst dienen zu dürfen'. Es sei ein Geschenk, das mit großer Verantwortung verbunden sei.

Die neue Internetseite des Museums wurde freigeschaltet: www.diether-kunerth-museum.de

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen