Ottobeurer Konzerte
Gleich drei Liturgie-Vertonungen sind im Sommer in der Ottobeurer Basilika zu hören

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Sie sind Leuchttürme ihrer Gattung: die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach und die Missa solemnis in D-Dur von Ludwig van Beethoven. Im Laufe dieses Jahres werden beide Werke bei den 'Ottobeurer Konzerten' in der Basilika erklingen.

Eine gute Gelegenheit für alle Liebhaber sakraler Musik, diese beiden gigantischen Kompositionen in zeitlicher Nähe anzuhören. Beethovens Messe erklingt am 17. Juni in einer Interpretation des MDR Sinfonieorchesters Leipzig unter Howard Arman, Bach folgt am 29. Juli. Hellmuth Rilling und sein Bach Collegium Stuttgart (samt der Gächinger Kantorei) sind dafür verantwortlich.

Eine Absicht steckt freilich nicht hinter dieser Dramaturgie, wie Peter Kraus, versichert, der die Konzertreihe in der Basilika von Ottobeuren organisiert. Das habe sich zufällig so ergeben bei den Planungen und Verhandlungen mit den Orchestern und Dirigenten. Kraus freut sich darauf. 'Die beiden Messen sind prädestiniert für diesen prächtigen sakralen Raum.'

Eine Messe ganz anderer Art gesellt sich zu diesen beiden Werken aus dem Barock und der Wiener Klassik: die Missa Katharina, die der niederländische Komponist Jacob de Haan 2007 für Blasorchester, Chor und Sopran schrieb. Sie wurde im Oktober jenes Jahres in der Basilika Ottobeuren uraufgeführt. Am 16. Juni ist sie erneut dort zu hören – in einer Interpretation der Stadtmusikkapelle Innsbruck-Wilten unter Leitung von Dr.

Peter Kostner. Bei diesem Auftritt – wie auch bei dem des Münchner Rundfunkorchesters am 1. Juli – handelt es sich um zwei Sonderkonzerte mit Benefizcharakter neben den drei großen 'regulären' Ottobeurer Konzerten.

Noch einmal kurz zurück zur h-Moll-Messe. Am Pult wird der 79-jährige Hellmuth Rilling stehen. Ein letztes Mal in Ottobeuren, wie Konzertorganisator Kraus erklärt, tritt Rilling doch mit dem 80. Geburtstag ein Jahr später in den Ruhestand. Rilling, ein renommierter Bach-Spezialist, dirigiert damit zum 13. Mal in der Basilika.

Ausgemacht wurde das Gastspiel bei seinem letzten Auftritt in Ottobeuren im Jahr 2010. Vielleicht ergebe sich nochmals ein Konzert, habe Rilling damals gesagt. Nun werde dieser 'beiderseitige Wunsch' erfüllt.

Was wäre ein Konzertsommer ohne eine Sinfonie von Anton Bruckner. Seine sechste in A-Dur erklingt am 23. September. Dabei wird ein für hiesige Ohren vollkommen unbekanntes Orchester im Chorraum der Basilika Aufstellung nehmen: das George Enescu Philharmonic Orchester Bukarest unter Leitung von Horia Andreescu.

Warum ein rumänisches Orchester? Das habe mit der deutsch-rumänischen Begegnung zu tun, die an jenem Wochenende in Ottobeuren stattfindet, so Kraus. Es treffen sich Vertreter von Kirche, Politik und Wirtschaft.

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