Zuschuss
Flughafen Memmingen: Fördergeld für Allgäu Airport liegt weiter auf Eis

Das Warten am Memminger Flughafen geht weiter. Noch immer fehlt das grüne Licht aus Brüssel dafür, dass der Freistaat Bayern den geplanten Airport-Ausbau mit 12,2 Millionen Euro bezuschussen darf. Den Flughafen-Verantwortlichen schmeckt das zwar gar nicht, sie demonstrieren aber Gelassenheit.

'Ich rechne fest mit einer Genehmigung bis zum Jahresende', sagt etwa Airport-Berater Gebhard Kaiser. Der Oberallgäuer Ex-Landrat glaubt nicht, dass der Zeitplan nun ins Trudeln gerät. Das bestätigt Flughafen-Sprecherin Marina Siladji: 'Nach jetzigem Stand hat diese Verzögerung keine Auswirkungen auf unsere Planungen.'

Über den Winter sollen die Ausschreibungen für die verschiedenen Bauabschnitte laufen, sodass mit Beginn der warmen Jahreszeit die Arbeiten starten können. Über 16 Millionen Euro sollen in die Sicherheit des Airports investiert werden. 12,2 Millionen Euro davon sind über eine Förderzusage des Freistaats abgedeckt. Das Geld ist bereits im bayerischen Etat 2017/18 verankert, darf aber ohne Okay aus Brüssel nicht ausbezahlt werden.

Im August sollen Start- und Landebahn ausgebaut werden

Im ersten Teilabschnitt sollen Befeuerung und Instrumenten-Landesystem verbessert werden. Ab August ist der Ausbau der Start- und Landebahn vorgesehen. 'Die Kosten für die Ausschreibungen im Winter können wir unabhängig von der Fördergenehmigung tragen', sagt Siladji.

Die Airport-Geschäftsführung gehe aber fest davon aus, dass die zugesagten 12,2 Millionen Euro fließen. 'Eine andere Finanzierung ist nicht in Sicht.' Wobei der Großteil der Förderung (7,7 Millionen) bereits seit langem genehmigt ist.

Lediglich die 4,5 Millionen, die der Erhöhung des Förderanteils entsprechen, benötigen laut Kaiser die Freigabe der EU-Wettbewerbskommission. Mit ihr hatte der Airport spätestens im Oktober gerechnet. Dass es nun wieder dauert, liegt laut Kaiser am aufwendigen Prüfverfahren des Bundesverkehrsministeriums und der EU-Kommission. Knackpunkt sei die Frage, ob die Unterstützung für Memmingen benachbarte Flughäfen zu stark benachteilige.

Bei der vor Monaten beschlossenen Beteiligung Allgäuer Städte und Landkreise an Airport-Gewerbeflächen in Höhe von insgesamt 7,2 Millionen Euro soll laut Kaiser zum Jahreswechsel der Startschuss für die neue Besitzgesellschaft fallen. Die Verträge müssen aber noch ausgearbeitet und in einigen Kreisparlamenten, etwa im Unter- und Ostallgäu, genehmigt werden.

Dass Allgäuer Städte und Landkreise zu ihrer Beteiligung stehen, ist für den Unterallgäuer Landrat und Allgäu-GmbH-Vorsitzenden Hans-Joachim Weirather keine Frage. Voraussetzung sei aber ein 'sattelfestes' Vertragswerk.

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