Benefizkonzert
Filmmusik öffnet Herzen

Bernhard Kuhn hatte allen Grund, sich von Herzen zu freuen. War doch sein von ihm initiiertes Benefizkonzert für Menschen in Japan nicht nur auf breite Zustimmung gestoßen, sondern es wurde auch zu einem großen Erfolg: 1329 Euro spendeten die Zuhörer für den guten Zweck.

Dabei war der Ausgangspunkt eigentlich ein etwas anderer: Kuhn, der seine Wurzeln in der Blasmusik hat, wollte «mal etwas mit Streichern machen». Der ausgebildete Dirigent begeisterte rund 40 Musiker aus der Region für die Bildung eines Projektorchesters, mit ausgewählter Filmmusik an die Öffentlichkeit treten zu wollen. «Während der Proben passierte in Japan das Unfassbare», erzählt Bernhard Kuhn.

Und weil ihn die Schreckensbilder nicht mehr losließen, überzeugte er die Mitspielenden, aus der Veranstaltung ein «Benefizkonzert» werden zu lassen. Aber nicht nur die Musiker, sondern auch andere unterstützten das Vorhaben: die Musikkapelle Wohmbrechts überließ den Probenraum, die Musikkapelle Maria-Thann die Anlage für die Gesangsbeiträge und die Gemeinde Hergatz verzichtete auf ihre Mieteinnahme. Zudem fand sich eine Reihe namhafter Sponsoren.

Mit «Carpe Diem» von Richard Meyer als Auftakt erlebten die Zuhörer in der festlich geschmückten Turnhalle Maria-Thann insgesamt ein musikalisches Programm, das in Richtung «beste Unterhaltung» keine Wünsche offen ließ: Die Auswahl der Stücke, die Qualität der Musizierenden und Solisten wie nicht zuletzt der hoch motivierte Dirigent Bernhard Kuhn.

Zeigte sich bei den Auszügen aus «Der König von Narnia» symphonische Orchestermusik voller Spannungsbögen, in der zarte Klavier- und Violinsoli Akzente setzten, so begeisterte danach die erst 15 Jahre alte Geigerin Janina Kuhn mit einem virtuosen Czárdás. Die Tochter von Bernhard Kuhn war schon mehrmals erste Preisträgerin bei «Jugend musiziert».

Temperamentvolle Stücke, bei denen man gleich im Takt mitwippt, aber auch langsame schöne Balladen, davon lebt die Musik für den Piratenfilm «Fluch der Karibik» von Klaus Badelt. Das Projektorchester Hergatz-Westallgäu wusste beide Elemente wunderbar zu verbinden. Hatte in der Folge auch «Mamma Mia» Eingang in die Herzen der Zuhörer gefunden, so eroberte sich Sarah Weitz darin einen ganz besonderen Platz.

Glockenhell, rein und überaus einfühlsam erhob sich die Stimme der 17-jährigen Leutkircherin, die Unterricht bei Gesangspädagoge Christian Feichtmair erhält, zu «Gabriellas Sang», um noch einmal weich und ohne Anstrengung in der Höhe bei «Over the Rainbow» zu glänzen.

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