Versammlung
Feuerwehr: Im westlichen Unterallgäu 14 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr

In Benningen haben sich jetzt die Kommandanten der 49 Feuerwehren aus dem westlichen Landkreis zu ihrer Herbstdienstversammlung getroffen. 'Wir hatten im vergangenen Jahr 14 Prozent mehr Einsätze als 2010', berichtete Kreisbrandinspektor (KBI) Leo Krywult.

Bei den Technischen Hilfeleistungen sei die Inanspruchnahme der Feuerwehren um fast 25 Prozent gestiegen, so Krywult. 296-mal seien die Wehren bei Verkehrsunfällen, Hochwasser, Sturmschäden oder zu Ölspurbeseitigungen ausgerückt. Etwa 80 Hilfeleistungen, wie zum Beispiel Verkehrsregelungen, hätten die Floriansjünger in ihren Gemeinden bei Festen und Veranstaltungen durchgeführt.

'Brandfälle gab es 71. Allerdings haben wir auch 72 Fehlalarmierungen verzeichnet', so Krywult. Den Grund dafür sieht er meist in der immer sensibler reagierenden Alarmmeldetechnik. 'Wir freuen uns, dass wir bei den Einsätzen 14 Personen aus Notsituationen retten konnten.

' Mehr als 6600 Personeneinsätze mit insgesamt 16 630 Arbeitsstunden seien 2010 im westlichen Landkreis geleistet worden, rechnete der KBI vor.

Umfangreich seien auch die Weiterbildungen in den Bereichen Atemschutz, Sprechfunk, Maschinisten, Führerschein, Einsatznachbereitung und Führung gewesen. Fast 400 Mitglieder hätten sich einer Löschleistungsprüfung unterzogen. 'Für unsere fast 2200 Feuerwehrleute ist das eine sehr gute Quote', betonte Krywult.

Kreisjugendwart Andreas Thiel berichtete über die Arbeit der elf Jugendfeuerwehren. Für die 148 Mitglieder, darunter 20 Mädchen, sei ein buntes Jahresprogramm geboten worden.

Wichtigster Aspekt

Gastreferent des Abends war Sebastian Horny, Lehrrettungsassistent bei der Johanniter-Unfallhilfe in Memmingen. Er zeigte die wichtigsten Aspekte der Menschenrettung bei Verkehrsunfällen auf. 'Sie als Feuerwehr sind bisweilen früher am Unfallort als die Rettungsdienste', sagte Horny. Denn die Anfahrtswege seien unter Umständen verschieden. Dann gelte es, schnell und schonend die ersten Hilfestellungen für Verletzte zu leisten. Horny plädierte für eine Ausbildung in Erster Hilfe und eine engere Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdiensten.

Zufrieden zeigte sich Krywult mit der Arbeit der neuen Integrierten Leitstelle in Krumbach. 'Nun müssen auch die Alarmierungstechnik und der Sprechfunkverkehr bei uns auf den neuesten Stand gebracht werden', forderte er. (py)

Sebastian Horny

Leo Krywult

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