Geschichte
Experten machen interessante Entdeckung auf Wehrgang in Memmingen

An mehreren Schießscharten sind Reste von nach innen abgeschrägten Ziegelsteinen vorhanden.
3Bilder
  • An mehreren Schießscharten sind Reste von nach innen abgeschrägten Ziegelsteinen vorhanden.
  • Foto: Alexandra Wehr/Pressestelle Stadt Memmingen
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Anfang September 2019 ist bei Sanierungsarbeiten in Memmingen der bislang älteste überdachte Wehrgang Deutschlands entdeckt worden.

Jetzt haben die Experten des zuständigen Ingenieurbüros Barthel & Maus in den Schießscharten der Kohlschanze schräg abgeschnittene Ziegel entdeckt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Memmingen hervor. Bauleiter Ludwig Kögl meint, dass man dadurch die unterschiedlichen Bauphasen eindeutig ablesen könne. 

Die Ziegel der Schießscharten wurden im 14.  Jahrhundert zunächst nach innen abgeschrägt, sodass das schmalere Ende in Richtung der Angreifer zeigte. Dadurch wurde der Verteidiger besser geschützt und hatte mehr Platz.

Durch das Aufkommen von Feuerwaffen im 16. Jahrhundert mussten die Schießscharten dann jedoch an der Außenmauer breiter und an der Innenmauer schmaler werden. Dies wurde durch das Gewicht der Feuerwaffen notwendig gemacht, da der Schütze seine Waffe auf der Mauer auflegen musste. Durch die Veränderung konnte trotzdem ein weites Schussfeld geschaffen werden.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ