Umwelt
Experte informiert über Ottobeurer Energieverbrauch der vergangenen zehn Jahre

Seit dem Jahr 2000 ist der Energieverbrauch in Ottobeuren um 16 Prozent gestiegen – 'da sollten Einsparpotenziale Priorität haben', so Dr. Thorsten Böhm. Der Experte vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza) sprach dies in einer gemeinsamen Sitzung von Ottobeurer Gemeinderat, Energieteam und Energiemanagement an. Böhm präsentierte dabei erste Ergebnisse zur 'Energie- und CO2-Bilanz für Ottobeuren'.

CO2-Emissionen würden als Auswahlkriterium für Klimaschutzaktivitäten gesehen, sagte Böhm. Er erläuterte die Vorgehensweise für die Berechnungen. Eine CO2-Bilanz könne immer nur auf Schätzungen beruhen; man versuche 'ein Gefühl für Trends und Größenordnungen' zu geben und der Realität möglichst nahe zu kommen.

Um 16 Prozent gestiegen

Insgesamt sei der Energieverbrauch von 2000 bis 2010 um 16 Prozent gestiegen. Diese 16 Prozent wiederum verteilen sich auf Wärme, die einen Anteil von 50 Prozent ausmacht, auf Strom (16 Prozent) sowie auf Mobilität (34 Prozent). Auf die Haushalte entfalle dabei eine Steigerung um 23 Prozent, auf die Wirtschaft um 20 Prozent.

Den Anteil von 44 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie hätten im Jahr 2010 in Ottobeuren zu 23 Prozent Wind, zu zwölf Prozent Photovoltaik, zu neun Prozent Biogas und zu 0,5 Prozent Wasser produziert.

Die Potenziale für Strom könnten nach Auffassung des Fachmanns besonders bei Photovoltaik auf Dächern vervierfacht und die Windkraft mit einer weiteren 2,5 Megawatt-Anlage erhöht werden. Bei der Erzeugung von Wärme aus erneuerbarer Energie mit einem Anteil von 22 Prozent rangiere Holz mit 17 Prozent vor Biogas (vier Prozent) und Solarthermie (0,9 Prozent). Die Potenziale für die Produktion von Wärme lägen bei Wärmepumpen, bei mehr Solarthermie und einer besseren Nutzung von Biogas-Abwärme.

In der folgenden Diskussion ging es um CO2-sauberen Strom aus Kernenergie, den Ausbau des Leitungsnetzes, das Problem der Stromspeicherung bis hin zum Workshop für Laien zur Isolierung von Häusern. Bürgermeister Bernd Schäfer brachte einen gewissen 'Frust' zum Ausdruck, 'weil kein einziger Bürger zu diesem Thema in die Sitzung gekommen ist'.

Bürger motivieren

Energiemanager Guido Tillinger sprach von Energieprojekten, mit denen die Bürger motiviert werden könnten. Das Energieteam werde nun die neuen Ergebnisse besprechen und dann über weitere Aktivitäten beraten.

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