"Vergesst die Alten nicht“
Erste Sitzung des Memminger Seniorenbeirats - Politisches Gesamtkonzept wird fortgeschrieben

Der neue Seniorenbeirat (von oben links): Gernot Winkler, Wolfgang Albert, Herbert Gistl; (2. Reihe von oben links): Manfred Bretzel, Walter Röllig, Wolfgang Decker, Brigitte Wassermann; (2. Reihe von unten links): Stadtratsreferent Uwe Rohrbeck (links neben Treppe), Peter Merrath, Bürgermeisterin Margareta Böckh, Maria Fickler, Referatsleiter Jugend und Soziales, Jörg Haldenmayr, und Wolfgang Prokesch, Leiter der Seniorenfachstelle; (1. Reihe unten von links): Raimund Rau, Rita Häring, Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger und Armin M. Brandt.
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  • Der neue Seniorenbeirat (von oben links): Gernot Winkler, Wolfgang Albert, Herbert Gistl; (2. Reihe von oben links): Manfred Bretzel, Walter Röllig, Wolfgang Decker, Brigitte Wassermann; (2. Reihe von unten links): Stadtratsreferent Uwe Rohrbeck (links neben Treppe), Peter Merrath, Bürgermeisterin Margareta Böckh, Maria Fickler, Referatsleiter Jugend und Soziales, Jörg Haldenmayr, und Wolfgang Prokesch, Leiter der Seniorenfachstelle; (1. Reihe unten von links): Raimund Rau, Rita Häring, Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger und Armin M. Brandt.
  • Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen
  • hochgeladen von Julian Hartmann

„Ich danke Ihnen, dass Sie Ihre Erfahrung einbringen und Verantwortung übernehmen für die Gestaltung unserer Stadt“, begrüßte Oberbürgermeister Manfred Schilder die Mitglieder des neuen Seniorenbeirats zur konstituierenden Sitzung im Rathaus. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen“, betonte Schilder. Zwölf ehrenamtliche Seniorenbeirätinnen und -beiräte werden den Stadtrat und den Oberbürgermeister in den kommenden sechs Jahren beraten, was Belange älterer Menschen und deren Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben in Memmingen angeht. Die zwölf Frauen und Männer sind im Mai vom Stadtrat gewählt worden. Sie sind beauftragt, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen, Ansprechpartner für ältere Bürgerinnen und Bürger zu sein und die Gestaltung Memmingens aus der Perspektive der älteren Generation zu begleiten. Die einzelnen Mitglieder bringen für ihr Engagement viel Lebenserfahrung und profunde Kenntnisse durch den jeweiligen ganz unterschiedlichen beruflichen und familiären Hintergrund mit.

Vieles habe der Seniorenbeirat in der vergangenen Amtszeit bewirkt, betonte Wolfgang Prokesch, Leiter der städtischen Seniorenfachstelle, der in der Stadtverwaltung Ansprechpartner für den Seniorenbeirat ist. Als Beispiele nannte er den Stand bei den Gesundheitstagen und der Bürgerversammlung, Kooperationen mit der Verkehrs- und Kriminalpolizei für Vorträge, Kurzseminare oder die Aktion „Senioren informieren Senioren“. Seniorenbeirat und Behindertenbeirat haben zudem gemeinsam die Aufstellung senioren- und behindertengerechter Ruhebänke in der Innenstadt erwirkt und die Ergänzung des Stadtplans durch „Memmingen barrierefrei“ erstellt.

Durch eine Satzungsänderung im Jahr 2019 wurde die Zahl der Mitglieder von bisher acht auf zwölf ehrenamtliche Mitglieder erhöht. Dem Gremium gehört darüber hinaus der Oberbürgermeister mit Stimmrecht an. Der Beirat wird unterstützt vom Seniorenreferenten des Stadtrats und von der Verwaltung durch die Seniorenfachstelle mit Wolfgang Prokesch und Diana Wegner sowie durch Referatsleiter Jugend und Soziales, Jörg Haldenmayr. Der Referatsleiter erläuterte den neuen Beiräten die städtische Seniorenbeiratssatzung, in der Zusammensetzung, Zweck und Aufgaben des Gremiums festgeschrieben sind und damit den Rahmen der Tätigkeit bildet

Die Mitglieder werden auch an der Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts mitwirken, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden soll. Wolfgang Prokesch informierte über Zahlen einer Bevölkerungsprognose der Bertelsmann Stiftung von 2019, nach der im Jahr 2030 der Anteil der 65- bis 79-Jährigen in Memmingen von rund 6.360 auf etwa 7.840 Personen ansteigen werde. Der Anteil der über 80-Jährigen steige von rund 3.220 auf etwa 3.510 Personen. Das seniorenpolitische Gesamtkonzept stelle eine Grundlage dar für eine zukunftsorientierte, verantwortungsbewusste Planung, erläuterte Prokesch.

Dem Seniorenbeirat gehören weiterhin Armin M. Brandt, Wolfgang Decker, Maria Fickler und Walter Röllig an. Neu im Gremium sind Wolfgang Albert, Manfred Bretzel, Herbert Gistl, Rita Häring, Peter Merrath, Raimund Rau, Brigitte Wassermann und Gernot Winkler. Die langjährigen Mitglieder Emma Hermann (im Seniorenbeirat seit 2009), Susanne Fohmann und Hans Christian Schmieder (beide im Gremium seit 2014) wurden verabschiedet. „Für mich als Memmingerin ist es selbstverständlich, dass ich mich in meine Heimatstadt einbringe“, erklärte Emma Hermann im Rückblick und mahnte: „Vergesst die Alten nicht!“. Gerade an der zunehmenden Digitalisierung hätten nicht alle Senioren teil, rief sie ins Bewusstsein. Die Seniorenbeiräte setzten sich in einer ersten Diskussion ein für einen unkomplizierten Zutritt zur „Badeanstalt“ für diejenigen, die sich Eintrittskarten für das Freibad nicht online reservieren können, wie es die aktuellen Corona bedingten Auflagen vorsehen.

Der neue Seniorenbeirat (von oben links): Gernot Winkler, Wolfgang Albert, Herbert Gistl; (2. Reihe von oben links): Manfred Bretzel, Walter Röllig, Wolfgang Decker, Brigitte Wassermann; (2. Reihe von unten links): Stadtratsreferent Uwe Rohrbeck (links neben Treppe), Peter Merrath, Bürgermeisterin Margareta Böckh, Maria Fickler, Referatsleiter Jugend und Soziales, Jörg Haldenmayr, und Wolfgang Prokesch, Leiter der Seniorenfachstelle; (1. Reihe unten von links): Raimund Rau, Rita Häring, Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger und Armin M. Brandt.
Verabschiedung im Rathaus: Seit der Gründung des Seniorenbeirats im Jahr 2009 war Emma Hermann (links) Mitglied des Gremiums. Susanne Fohmann (rechts) war seit 2014 mit dabei. Im Bild fehlt Hans Christian Schmieder. Oberbürgermeister Manfred Schilder sprach den scheidenden Mitgliedern seinen Dank und großen Respekt für ihr Engagement aus.

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