Besuch
Erste Auslandsreise führt nach Aitrach

'Ich weiß, dass die Deutschen wenig Zeit haben, und ich danke Euch von Herzen, dass Ihr mir Eure Zeit geschenkt habt': Das waren die Abschiedsworte von Kush Paliwal. Der 30-jährige Reiseleiter aus Jaipur in Indien war kürzlich für fast drei Wochen auf Deutschland-Besuch. Eingeladen hatten ihn die Aitracher Reiseleiterin Carla Mayer und Mitglieder einer Gruppe, die im Herbst des vergangenen Jahres eine Rundreise durch das Bundesland Rajasthan in Indien machten.

Dort wurden sie von Reiseleiter Paliwal begleitet.

'Warum sollen wir diesem liebenswerten Menschen nicht einmal die Möglichkeit bieten, unser Land kennenzulernen?', so die Idee der Deutschen. In Indien ernährt Paliwal gemeinsam mit seinem Bruder die gesamte Großfamilie.

Die Art, wie er seine Heimat 'mit Stolz und viel Engagement präsentierte' – in perfektem Deutsch, das er innerhalb eines Jahres an einem Goethe-Institut erlernte – imponierte den Besuchern aus Süddeutschland.

Als Dankeschön finanzierten sie die Reise, die für den Familienvater unerschwinglich gewesen wäre.

Für den Inder war es die erste Auslandsreise überhaupt. Von so etwas habe er schon lange geträumt. Erkundet wurde nicht nur die Gemeinde Aitrach und deren Umgebung.

Die Ausflüge, jeweils begleitet von Mitgliedern der Reisegruppe um Carla Mayer, führten ihn unter anderem in Großstädte wie Berlin, München, Prag und Zürich.

Es ging zum Bodensee, zur Schwäbischen Alb und ins Allgäu. 'Ihr lebt hier wie im Paradies', sagte er, beeindruckt von dem, was er sah.

'Pure Liebe'

Freilich habe er vieles in komprimierter Form kennengelernt, aber gerade in Aitrach habe er manches erlebt, das er nie vergessen werde. Im Kindergarten zum Beispiel sei die Verabschiedung 'pure Liebe' gewesen.

Tief bewegte ihn auch ein Besuch im Seniorenheim: 'Warum macht Ihr das, Ihr lebt in solchem Luxus und für die alten Leute hat niemand Zeit? Warum kümmert sich die Familie nicht um sie?', fragte er.

Für Organisatorin Mayer ist der Besuch des Inders 'unvergesslich': 'Dies ist Völkerverständnis auf höchstem Niveau', so ihr Fazit.

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