Special Prozesse im Allgäu SPECIAL

Mädchen (13) mehrmals angefasst
"Ersatz-Opa" (63) wegen sexuellen Kindes-Missbrauchs in Memmingen verurteilt

Das Memminger Amtsgericht hat einen Mann zu einem Jahr Bewährungsstrafe, 5.000 Euro Schmerzensgeld und 80 Stunden soziale Dienste verurteilt. Er hat ein Mädchen mehrfach sexuell motiviert berührt (Symbolbild).
  • Das Memminger Amtsgericht hat einen Mann zu einem Jahr Bewährungsstrafe, 5.000 Euro Schmerzensgeld und 80 Stunden soziale Dienste verurteilt. Er hat ein Mädchen mehrfach sexuell motiviert berührt (Symbolbild).
  • Foto: Lisa Hauger
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Das Amtsgericht Memmingen hat am Montag einen älteren Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in drei Fällen zu einem Jahr Bewährungsstrafe, 5.000 Euro Schmerzensgeld und 80 Stunden Sozialdienst verurteilt. Der Mann war ein langjähriger Freund der Familie mit acht Kindern und eine Art "Ersatz-Opa". 

Der Angeklagte, geboren 1957, ist im April 2019 einer damals 13-Jährigen im Unterallgäu mehrfach näher gekommen: Zunächst hat er dem Mädchen den Rücken massiert und ist dann unter ihren Armen durch weiter zu ihren nackten Brüsten. Dort hat er weiter geknetet und erst aufgehört, als die Schwester der 13-Jährigen an ihnen vorbei ging. 

In einem weiteren Fall hat der Täter seine Hand sexuell motiviert in die Hose des Mädchens gesteckt. Sie konnte seine Finger am Schambereich spüren, mit seinen Fingern eingedrungen sei der Mann aber nicht. Außerdem hat der "Ersatz-Opa" der Geschädigten bei einer Partie Monopoly vom Knie über den Oberschenkel zum Schritt gefasst.

Eine Kripo-Beamtin, die vor Gericht als Zeugin ausgesagt hatte, konnte die Taten bestätigen. Sie sagte, dass der "Ersatz-Opa" das Mädchen auch an der linken Po-Backe berührte. Der Eindruck der Kripo-Beamtin bei der Vernehmung: Die Geschädigte sei bei der Vernehmung zunächst gefasst gewesen, habe in nüchternen Worten erzählt, dann aber zu weinen begonnen. Vor Gericht war das Mädchen nicht anwesend. 

Der Mann gestand die Taten. Als langjähriger Freund der Familie wusste er, wie alt das Mädchen war. Vor Gericht meinte der Single und selbstständige Kälberhändler, dass Liebe blind mache und es "dann wohl auch den Verstand ausgeschaltet" habe. Doch mit Liebe habe das nichts zu tun, so der Richter. Kinder seien immer noch Kinder und Erwachsene müssten wissen, wo die Grenzen liegen. 

Im Gericht war die Rede von einer "einmaligen Entgleisung". Der "Ersatz-Opa" war nicht vorbestraft. Außerdem kam dem Angeklagten zugute, dass er die Taten gestanden hat und das Mädchen nicht vor Gericht aussagen musste. 

Am Ende der Verhandlung sagte der Täter: "Es tut mir leid, was ich gemacht habe und es wird nie wieder vorkommen."

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