Oberbürgermeisterwahl
Die Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeister-Wahl lockte über 1.200 Besucher in die Memminger Stadthalle

'Als die Unglücksnachricht bekannt wurde, schien in Memmingen die Zeit einen Moment still zu stehen' – mit diesen berührenden Worten zum tragischen Tod von Markus Kennerknecht (SPD) eröffnete Uli Hagemeier, Redaktionschef der Allgäuer Zeitung, die zweite Podiumsdiskussion zur Wahl des Oberbürgermeisters in der Memminger Stadthalle.

Dennoch steht sie am 19. März erneut an, die Wahl des Memminger Stadtoberhaupts. Dr. Friedrich Zeller geht nun für die SPD ins Rennen, die CSU hat Manfred Schilder nominiert. Quasi ebenbürtige Kontrahenten, denn beide sind Schwaben, beide gebürtige Memminger.

Noch eine kurze Erläuterung der Spielregeln – pro Frage ist die Antwortzeit eines Kandidaten auf zwei Minuten limitiert, bevor ein Glöckchen erklingt – und schon geht es los. Und zwar erst einmal mit den 'bösen' Fragen, wie Moderator Hagemeier erklärt. 'Müssen wir davon ausgehen, dass der Ton im Rathaus schärfer wird?' Diese Frage von MZ- Lokalredaktionsleiter Helmut Kustermann musste sich SPD-Kandidat Zeller, in Anspielung auf dessen Vergangenheit, gleich zu Beginn gefallen lassen.

Und auch Schilder musste sich der Frage stellen, ob er denn nur ein 'Übergangs-OB' sei, denn normalerweise würden ja viele in seinem Alter (59) schon ans Aufhören denken. Zeller beteuerte in seiner Antwort, dass er seine damalige Wortwahl zutiefst bereue und sich ja auch auf mehrere Ebenen entschuldigt habe. Schilder ließ ein klares 'Nein' verlauten. Er sei natürlich kein Mann für nur mehr eine Wahlperiode, auch wenn er bereits zweieinhalbfacher Opa sei. Dies hindere ihn jedoch keinesfalls daran, dieses Amt auch über seinen 65. Geburtstag hinaus, sofern Gott ihm die nötige Gesundheit schenke, voller Energie anzustreben.

Viel konnte man an diesem durchaus unterhaltsamen, zweistündigen Abend über die beiden Menschen erfahren, die sich um das höchste Amt in der Stadt bewerben. Kommunalpolitisches, aber auch viel Privates – nun liegt es an den Memminger Bürgern, für wen sie ihr Kreuzchen am Sonntag in zwei Wochen machen werden.
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Redaktion extra aus Kempten

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