Unterallgäu hat sich positiv entwickelt
„Die Marke Allgäu hat eine große Kraft“

Das Unterallgäu aus der Vogelperspektive - auch die Region rund um Memmingen profitiert von der positiven Entwicklung der Marke "Allgäu".
  • Das Unterallgäu aus der Vogelperspektive - auch die Region rund um Memmingen profitiert von der positiven Entwicklung der Marke "Allgäu".
  • Foto: Jana Pfeiffer
  • hochgeladen von Laura Alsleben

Unterallgäu (ex).

Ob Angebote für Radler und Wanderer, heimische Produkte oder Unternehmen: auch im Unterallgäu werden diese über die Marke „Allgäu“ beworben und tragen das Logo, das blaue Quadrat mit weißem Schriftzug. Dass dies eine gute Werbung ist, hat nun eine Studie der Allgäu GmbH ergeben. Die Marke Allgäu hat demnach eine große Kraft.

„Die Marke ist bekannt und wird positiv wahrgenommen“, sagt Landrat Hans-Joachim Weirather. Ein Beleg dafür sind laut Weirather die guten Tourismuszahlen. Das Unterallgäu lockte in den vergangenen Jahren immer mehr Gäste an. 2018 haben zum Beispiel 310.896 Gäste im Landkreis übernachtet und damit 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Aber was hat sich im Unterallgäu konkret getan, seit die Allgäu GmbH das Allgäu als Tourismus- und Wirtschaftsstandort entwickelt? „Wir haben uns insbesondere in den Bereichen Wandern und Radeln positioniert“, blickt Weirather zurück. Das Unterallgäu wurde Teil der Wandertrilogie und der Radrunde Allgäu. Die Rad- und Wanderwegebeschilderung wurde vereinheitlicht und der Illerradweg neu gestaltet. Viele Unterallgäuer Beherbergungsbetriebe spezialisierten sich als Rad- und Wandergastgeber und halten nun entsprechende Angebote vor.

„Aktuell setzt der Landkreis zusammen mit den zehn Unterallgäuer Städten und Gemeinden die Allgäuer Tourismusstrategie der Erlebnisräume um“, sagt Weirather. Bis 2021 sollen im Unterallgäu so 14 Rundwege mit insgesamt 187 Kilometern entstehen – davon drei Rad- und elf Fußwege. „Darüber hinaus schmücken sich mittlerweile viele Firmen mit dem Allgäu-Logo und können damit zeigen, dass sie für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Verantwortung stehen.“

Außerdem ist sich Weirather sicher: „Die Marke Allgäu hat auch das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.“ Noch vor einigen Jahren fühlten sich viele Unterallgäuer nicht als Allgäuer, sagt Weirather. Mit der Marke Allgäu sei das anders geworden und man identifiziere sich viel mehr mit der Region. Das bestätigt eine weitere Studie der Allgäu GmbH, die allerdings schon etwas zurückliegt. Diese ergab, dass sich die Unterallgäuer inzwischen nicht weniger als Allgäuer fühlen als die Oberallgäuer.

Autor:

Laura Alsleben aus Memmingen

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