Skateboard
Die Bretter und der Kult rollen weiter

Skateboarder aus ganz Süddeutschland reisen an, um in Memmingen, Lautrach und Buxheim ihre besten Tricks vorzuführen. Gemeinsam mit lokalen Skate-Helden werden sie bei der A-Man Skateparktour Rampen und Hindernisse unsicher machen. Sie zeigen, dass es auch nach den Boom-Jahren des Skatens noch eine lebendige Kultur und Szene im Allgäu gibt.

'An der Iller entlang gab es schon immer eine starke Skatergemeinschaft', sagt Armin Gayer, der die Tour als Inhaber des A-Man Boardingstores am Memminger Gerberplatz organisiert.

Angefangen hat alles, als die Landesgartenschau im Jahr 2000 Memmingen verschönerte. Zur Erinnerung: Dort, wo heute der Stadtpark Neue Welt nicht mehr wegzudenken ist, breitete sich früher eine Brachfläche aus. Auf dem neu entstandenen Skatepark fand der erste Wettbewerb statt. Skateboarder und damals auch noch Inlineskater zeigten ihr Können auf dem Rampen-Parcours und in der halbröhrenförmigen Miniramp.

Ein weiterer Meilenstein war der Umzug der Buxheimer Skateanlage vom Marianum an den Sportplatz. Damit kam zwei Jahre nach der Landesgartenschau die erste Skateparktour zustande. Zwar ebbte der damalige Boom ab und vor allem die Inline-Artisten verschwanden zu großen Teilen von der Bildfläche. Doch die Skatergemeinde entlang der Iller blieb bestehen.

Dabei formt und verbindet sie nicht nur das Skaten. 'Skateboarden ist Style, wir leben das', sagt Gayer. Natürlich geht es hauptsächlich um Tricks. Doch auch diese erfinden kreative Köpfe immer wieder neu und entwickeln sie weiter. Auch Design gehört dazu. Im Mittelpunkt steht dabei oft das Brett als Kultgegenstand, das ausgefallen gestaltet wird.

Und wer sich einen Skateplatz ansieht weiß, dass Malen, Zeichnen und Graffiti untrennbar dazu gehören. Ein weiterer Punkt ist die Musik. Dabei will Gayer nicht nur das Stereotyp bedient sehen, dass Hip Hop und Skaten Eins sind. 'Gerade jetzt lebt die Hippie-Kultur wieder auf', sagt er. Damit meint er entspannte Nachfolger der Blumenkinder, die mit langen Skateboards über die Straßen gleiten, die an das frühere Kalifornien erinnern.

Doch dieses Lebensgefühl bereitet dem 40-jährigen Gayer Bauchschmerzen. Denn der Anteil, den große Geschäftsketten am Markt haben, wächst nach seinen Worten immer weiter. Jetzt habe auch ein Kult-Skateladen in München geschlossen. 'Was übrig bleibt, sind Ketten, denen die Kultur fehlt', sagt er. Deswegen steht die Tour unter dem provokanten Motto 'Skaten gegen Kaufhaus'.

Rollen werden die Bretter am 2. August im Skatepark in der Neuen Welt, am 17. August in Lautrach und am 20. September in Buxheim. Dazwischen wird es ein Grillfest, Entspannung und Skaten beim Get-Together in der A-Man Halle in Durach geben. Unter anderem geht es darum, den besten Trick vom vergangenen Treffen zu überbieten.

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Redaktion extra aus Kempten

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