"Wesentlich härter"
Deutlich mehr Corona-Patienten als im Frühjahr: Klinik Memmingen spürt die zweite Welle

Deutlich mehr Corona-Patienten als im Frühjahr: Die Klinik Memmingen spürt die zweite Welle.
  • Deutlich mehr Corona-Patienten als im Frühjahr: Die Klinik Memmingen spürt die zweite Welle.
  • Foto: Stephanie Eßer
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Die Kliniken in der Region spüren die zweite Corona-Welle, die das Allgäu "wesentlich härter" trifft als noch die erste Welle im Frühjahr. Das teilt das Klinikum Memmingen in einer Pressemeldung mit. Demnach werden in der Memminger Klinik momentan deutlich mehr Patienten mit Corona-Infektion behandelt als noch im Frühjahr. 

Weitere Isolationsstationen geschaffen

Während auf dem Höhepunkt der ersten Welle nie mehr als sieben COVID-19-Patienten auf Normalstation und zwei auf Intensivstation gleichzeitig im Klinikum behandelt wurden, sind es momentan 24 auf Normal- und acht auf Intensivstation (Stand: 26. November 2020). Die Klink schuf daher weitere Isolationsstationen und Kapazitäten. Klinikvorstand Maximilian Mai und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jens Stollfuss erklären, wie in Memmingen die Patientenversorgung in diesen Zeiten dennoch sichergestellt wird.

Tägliche Neubewertung

Die Situation im Klinikum werde täglich neu bewertet, so Mai. Zusätzlich würden jeden zweiten Wochentag und an den Wochenenden interdisziplinäre Covid-Konferenzen aller Entscheidungsträger stattfinden. Diese Maßnahmen schaffen laut Mai momentan "die Grundlagen, die Patientenversorgung in allen Bereichen abzustimmen und sicher zu stellen." Ziel sei eine bestmögliche Versorgung Corona-infizierter und nicht-infizierter Patienten gleichermaßen.

Vorstand betont: "Besuchsverbot ist wichtig, um Kontakte zu reduzieren"

Das für Patienten und Angehörige schmerzliche Besuchsverbot sei wichtig, um die Kontakte im Klinikum zu reduzieren, betont der Vorstand. Das Geschehen sei letztlich überall in der Gesellschaft angekommen. Die Sicherheit im Krankenhausbetrieb soweit wie möglich für Patienten und Personal zu gewährleisten, sei das oberste Gebot des Vorstandes und der Ärztlichen Direktion.

Operationen wurden verschoben

Bei einem "akut resultierenden Personalmangel" und gleichzeitig steigender Corona-Patienten auf Intensivstation könnten laut dem Klinikum zeitweise kurzfristige Notmaßnahmen erforderlich sein.

Beispielsweise musste erst kürzlich der OP-Betrieb eingeschränkt werden. Grund dafür war eine "plötzlich steigende Intensivbelegung". Darum mussten planbare Eingriffe, die langfristig ohne Nachteile für den Patienten sind, abgesetzt und verschoben werden. "Ein solches Vorgehen werde vermutlich im weiteren Verlauf der Pandemie gegebenenfalls auch in Zukunft erforderlich sein", so Prof. Stollfuss.

Appell: "Bitte halten Sie sich an die Vorschriften"

"Operative Notfälle und Krebs-Operationen würden hingegen weiterhin zeitnah durchgeführt, um allen Patientengruppen medizinisch gerecht zu werden", heißt es in der Mitteilung des Klinikums. Auch der Betrieb der Geburts- und der Kinderklinik werde nicht eingeschränkt. Außerdem soll kein Patient aus Furcht vor Corona eine dringliche Behandlung verschieben oder gar vermeiden.

Dafür setzen sich die Mitarbeiter des Klinikums ein, häufig bis an die eigene Belastungsgrenze. Die Klinik appelliert an alle: "Bitte unterstützen Sie uns und sich, indem Sie sich an die geltenden Vorschriften halten und Verständnis für einschränkende Maßnahmen zeigen."

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