Kunst
Der Grundstein für das Museum des Ottobeuer Künstlers Diether Kunerth soll im April gelegt werden

'Klappt das auch wirklich alles?' Diese Frage habe er sich in den letzten Monaten schon mal gestellt, gibt Diether Kunerth zu. Den sensiblen Künstler mit der sanften Stimme beschlichen öfter Zweifel, ob 'sein' Museum inmitten des Marktes Ottobeuren jemals verwirklicht werden wird.

Inzwischen ist der 72-Jährige wieder bester Dinge. 'Es sieht gut aus', erklärt er. Sein Optimismus speist sich aus mehreren positiven Ereignissen. Das 4,7-Millionen teure Bauprojekt ist auf einem guten Weg. Die Gemeinde als Bauherrin hat die Pläne eingereicht und wartet auf die Genehmigung.

Die Grundsteinlegung ist schon terminiert: Am 21. April kommenden Jahres wird der Startschuss gegeben für das architektonisch anspruchsvolle Gebäude in Sichtweite des prächtigen Klosters. Bei der Finanzierung haben sich in den vergangenen Monaten alle Wünsche erfüllt, was auch Bürgermeister Bernd Schäfer aufatmen ließ. Die angestrebten 3,55 Millionen Euro Fördergelder seien zugesagt. Was für die Gemeinde bedeutet, dass sie die einkalkulierten 1,15 Millionen beisteuern muss.

Damit sich die Bürger der Gemeinde über das große Projekt informieren können und es mittragen, ist nun im Haus des Gastes ein Schauraum eröffnet worden. Darin wird das Bauvorhaben und seine Finanzierung erklärt, wird vorgestellt, was die Diether-Kunerth-Stiftung leisten soll, und wie sich die 150 Mitglieder des Fördervereins engagieren. Aber der Schauraum mit Infotafeln und einem Architektur-Modell des Museums soll nicht nur Einheimische informieren, sondern auch die vielen Gäste, die täglich in den Ort kommen, über eine neue Sehenswürdigkeit.

Wie wichtig das Museum für Ottobeuren, ja für das gesamte Allgäu ist, betonte bei der Eröffnung des Schauraums auch der Unterallgäuer Landtagsabgeordnete Josef Miller (CSU), der das Projekt von Anfang an fördernd begleitet. 'Die Gäste wollen nicht nur Natur, sondern auch Kultur', sagte er.

Unterdessen arbeitet Kunerth unermüdlich an seinem sowieso schon riesigen OEuvre. Täglich steht er im Atelier. Und alle paar Monate bringt er einen neuen Kunstband mit Gemälden und Collagen heraus. Im aktuellen lautet das Thema Jugend, die ihm, so Kunerth, sehr am Herzen liege. Fast 100 Werke sind hier – in hervorragendem Druck – abgebildet. Die Einführung schrieb erneut die Kunsthistorikerin Verena Nussbaumer.

Das Buch erscheint im Kunstverlag Fink, Lindenberg, und kostet 28 Euro. Der Schauraum ist geöffnet Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr.

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