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Bauanleitung
Der Allgäuer Herbst macht Wind: Wir bauen einen Drachen

Der Wind im Herbst bietet die besten Vorraussetzungen zum Drachenfliegen.
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Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um Drachen steigen zu lassen. Mehr als Wind, eine Wiese ohne Bäume und Strommasten und natürlich einen Drachen braucht man dafür nicht. Dass man diesen nicht unbedingt kaufen muss, sondern auch selbst herstellen kann, hat Simon aus der Redaktion von all-in.de bewiesen: Er hat in seinem Wohnzimmer einen Papierdrachen gebastelt.

"Eigentlich war es ganz einfach", sagt Redaktionsmitglied Simon. Allerdings sollte man mit Muße an die Sache rangehen, denn auch hier gilt, wie immer, wenn man etwas selbst baut: Es fragt hinterher keiner, wie lange man gebraucht hat. Simon ist ein eher unbegabter Handwerker. Das Ergebnis zeigt, dass Drachenbauen jeder kann. Circa 2 Stunden sollte man einkalkulieren für folgende Bauanleitung:

  • Zwei Holzleisten mit den Maßen 100 x 1 x 0,5 cm
  • Drachenpapier (bunt), ca. 1 Quadratmeter in einer Farbe plus mehrere DIN-A-4-Blätter in anderen Farben für den Schweif
  • Holzleim
  • Papierkleber
  • 10 Meter dünne Paket-Schnur
  • Eine lange Nylon-Drachenschnur
  • Werkzeug: 2mm-Holzbohrer, Feile, Säge und Schere.

Zunächst kürzt Simon eine der beiden Holzleisten auf eine Länge von 70 Zentimetern mit der Säge. In die Enden aller Holzleisten feilt er eine etwa zwei Millimeter tiefe Nut. Anschließend muss er in die längere Leiste zwei Löcher mit je fünfzehn Zentimetern Abstand zu den Enden und ein drittes Loch mit eineinhalb Zentimetern Abstand zum Ende der Leiste bohren. An das dritte Loch kommt später der Drachenschwanz.

Die beiden Leisten legt Simon zu einem Kreuz übereinander und klebt diese mit Holzleim zusammen. Die kürzere legt er dabei auf das erste Drittel der längeren Leiste. Um die Klebestelle zu fixieren, bindet Simon ein Stück Schnur über die Klebestelle. Dabei achtet er darauf, dass die Schnur über Kreuz liegt und fest angezogen wird, damit der Drache später nicht auseinanderfällt. Es entsteht das Kreuz, sozusagen das "Rückgrat" des Drachens.

Die Rahmenschnur legt Simon mithilfe der gefeilten Nuten um den Rahmen und fixiert diese an jeder Holzleiste zusätzlich mit Kleber. So kann nichts mehr verrutschen. Dabei achtet er drauf, dass die Schnur genügend Spannung hat. Um den Drachen zu bespannen, legt er das Drachengerüst auf das Drachenpapier und schneidet dieses mit zwei bis drei Zentimetern Überstand ab. Das Papier schlägt er nun über die Rahmenschnur des Drachens und klebt es mit Papierkleber fest. Nun befestigt er die Drachenschnur.

Um die lange Drachen-Nylonschnur am Drachen zu befestigen, braucht Simon eine Art Aufhängung. Für diese nimmt er die dünne Paketschnur und bindete sie am oberen Loch der langen Leiste fest. Diese Schnur legt er nun an ein Ende der Seitenleiste und markiert diesen Punkt auf der Paketschnur. Nun legt er die Schnur weiter zum unteren Loch der langen Leiste, das zweite von unten, etwa 15 Zentimeter oberhalb des unteren Endes. Es entsteht eine Art liegendes Dreieck. Nun hat Simon die richtige Länge der Schnur bestimmt und knotet diese am unteren Loch fest. Die Drachen-Nylonschnur befestigt er nun an dem makierten Punkt der Paketschnur. Dabei macht er lieber zu viele Knoten als zu wenige.

Zum Schluss bastelt er aus bunten Papierstückchen und der restlichen Schnur einen Drachenschweif. Diesen befestigt Simon am dritten, untersten Loch des Drachens. Je länger der Schweif, desto besser liegt der Drache in der Luft. Simons Drachen hat einen Schweif von ungefähr drei Metern.

Den Drachen nach dieser Anleitung zu bauen war laut Simon eher einfach. Man sollte "Geduld mitbringen und braucht jemanden, der beim Spannen der Schnur hilft". Die all-in.de-Redaktion wünscht einen schönen und für alle Drachenfreunde möglichst windigen Herbst.

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