Kampagne
DAK-Gesundheit sucht zum neunten Mal die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch in Memmingen

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne 'bunt statt blau' 2018 zur Alkoholprävention in Memmingen. Im neunten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken.

Hintergrund: 2016 kamen bundesweit 22.309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen erstmals seit 2012 wieder gestiegen. Experten fordern verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Alle Schulen in der Region Memmingen sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die 'Aktion Glasklar', die seit dreizehn Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. Beim sogenannten Komasaufen gab es 2016 in der Stadt Memmingen mit 20 Betroffenen einen Anstieg um 53,8 Prozent, im Landkreis Unterallgäu mit 56 Betroffenen um 16,7 Prozent.

Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen', sagt Brigitte Abrell von der DAK-Gesundheit in Memmingen. Bei 'bunt statt blau' würden Kinder und Jugendliche selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das mache diese Präventionskampagne so besonders.

Geld- und Sachpreise

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 87.000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus Memmingen und Umgebung. Die Kampagne 'bunt statt blau' wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. 'Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut', erklärt Abrell. Bei dem Plakatwettbewerb gibt es wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Außerdem winkt auch 2018 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hoch lädt, kann neben einem Geldpreis eine Eintrittskarte für die re:publica 2019 in Berlin gewinnen. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und DAK-Vorstand Andreas Storm den Bundesgewinner.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau.

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Redaktion extra aus Kempten

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