Maskenpflicht und Nachverfolgung
Corona: Oberbürgermeister Schilder informiert über die Lage in Memmingen

In der Memminger Innenstadt herrscht an vielen Orten Maskenpflicht.
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"Manchmal fühle ich mich wie in einem schlechten Traum", gab Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder zu. Bei einem Pressegespräch zum Thema Corona gab er zusammen mit Maximilian Mai, Vorstand des Klinikums Memmingen, Thomas Schuhmaier, Leiter des Referats für öffentliche Sicherheit und Ordnung und Dr. Daniela Schönhals, Leiterin des städtischen Gesundheitsamts, grundlegende Informationen zur Epidemie und deren Folgen in Memmingen.

Bei einem Pressegespräch zum Thema Corona gab Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder (2. von rechts) zusammen mit Maximilian Mai (rechts), Vorstand des Klinikums Memmingen, Thomas Schuhmaier (2. von links), Leiter des Referats für öffentliche Sicherheit und Ordnung und Dr. Daniela Schönhals (links), Leiterin des städtischen Gesundheitsamts, grundlegende Informationen zu der Epidemie und deren Folgen in Memmingen.
  • Bei einem Pressegespräch zum Thema Corona gab Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder (2. von rechts) zusammen mit Maximilian Mai (rechts), Vorstand des Klinikums Memmingen, Thomas Schuhmaier (2. von links), Leiter des Referats für öffentliche Sicherheit und Ordnung und Dr. Daniela Schönhals (links), Leiterin des städtischen Gesundheitsamts, grundlegende Informationen zu der Epidemie und deren Folgen in Memmingen.
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Anzahl der Kontaktpersonen nimmt zu

"Die Realität macht mir Sorgen", räumte Schilder ein. Das Gesundheitsamt komme bei den "explodierenden" Infektionszahlen an seine Grenzen. Zudem habe die Anzahl der Kontaktpersonen von Infizierten im Vergleich zum Frühjahr deutlich zugenommen. Deshalb würden Mitarbeiter der Stadtverwaltung das Gesundheitsamt unterstützen. Ab Montag würden auch fünf Soldaten mithelfen. Sie sollen unter anderem bei der Nachverfolgung der Kontakte von Personen helfen, die positiv auf Corona getestet wurden.

Dass die Infektionszahlen in nächster Zeit zurückgehen, hält Schuhmaier für unwahrscheinlich. "Die Hoffnung, dass wir von 'Rot' runterkommen, wird jeden Tag geringer", räumte er ein. "Wir werden sicher auch in die dunkelrote Phase kommen", gab sich Schuhmaier wenig zuversichtlich. Deshalb habe man sich schon jetzt auf verschärfte Regeln geeinigt. Das führe auch zu Unmut in der Bevölkerung. Es sei aber die Konsequenz daraus, dass Memmingen eine der ersten deutschen Städte war, die in den roten Bereich der Corona-Ampel gerutscht war.

Klinikum ist auf Corona-Patienten vorbereitet

Das Klinikum Memmingen fühle sich trotzdem "gut gerüstet", wie Vorstand Mai erklärte. In einem eigenen Labor sei es inzwischen möglich, Coronatests auszuwerten. Dafür hätte die Klinik zusätzliche Geräte gekauft. Aktuell befänden sich neun Infizierte auf der regulären Station und zwei auf der Intensivstation. 

Rechtslage zu Maskenpflicht in Grundschulen eindeutig

Zu der beunruhigenden Infektionslage kommt laut Oberbürgermeister Schilder "das hohe Maß an Kritik", die in letzter Zeit immer wieder von der Bevölkerung geäußert wurde. Ihm fehle es manchmal an Verständnis bei den Menschen. Ein immer wieder diskutiertes Thema ist die Maskenpflicht an Grundschulen. Am Mittwoch hatten Eltern mit ihren Kindern sogar vor dem Memminger Rathaus dagegen demonstriert. Laut Schilder sei die Rechtslage hier aber eindeutig und er habe keinen Handlungsspielraum. Sein Ziel sei es, Schüler und Lehrer bestmöglich zu schützen und den Regelunterricht so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Schilder zur Unterallgäuer Eder-Entscheidung: "Habe ein Problem damit"

Im Bezug auf die Entscheidung des Unterallgäuer Landrat Alex Eder, dass Grundschüler im Landkreis die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht an ihrem Platz abnehmen dürfen, sagte Schilder: "Ich habe damit ein Problem." Es werde hier eine einheitliche Regelung benötigt. Er befinde sich derzeit in Abstimmung mit den entsprechenden Ministerien, um eine Lösung zu finden.

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In der Memminger Innenstadt herrscht an vielen Orten Maskenpflicht.
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