Ottobeuren
Chefärzte sprechen an der Ottobeurer Kreisklinik über die Volkskrankheit Sodbrennen

'Wenn der Magen brennt – internistische und chirurgische Aspekte der gastroösophagealen Refluxkrankheit' war das Thema eines Vortrags an der Ottobeurer Kreisklinik. Die Chefärzte Dr. Christoph Weitzel und Dr. Reinhold Lang sprachen vor mehr als 50 Zuhörern über Ursachen und Therapien des 'unangenehmen Magenaufstoßens'.

Sieben bis acht Prozent der Menschen leiden nach den Worten der beiden Chefärzte unter permanentem Sodbrennen – etwa ein Viertel aller Erwachsenen mindestens einmal wöchentlich. Nicht nur wegen der dadurch oft eingeschränkten Lebensqualität rieten beide Fachmediziner zu einer genaueren Ursachenforschung.

Neben den 'allgemein bekannten Faktoren' wie Übergewicht oder Unverträglichkeit nach Genuss bestimmter Lebensmittel wie Kaffee, Alkohol, fetten Speisen oder Süßigkeiten, könnten auch Defekte am Magenverschluss vorliegen, die Speiseröhren- oder Magenbeweglichkeit gestört oder ein Zwerchfellbruch ursächlich sein.

Eine 'heutzutage gut verträgliche Magenspiegelung' gebe in jedem Fall eine klare Diagnose als Grundlage für eine Erfolg versprechende Therapie.

Grundlage sei zunächst eine allgemeine Lebens- und Ernährungsumstellung. Auch könne ein Wechsel der Schlafposition helfen. Versagt die 'Eigenbehandlung', bliebe nur der Weg über eine medizinische Therapie.

Hier unterschieden sich die Ausführungen der beiden Chefärzte: Weitzel, langjähriger Internist und Gastroenterologe an der Kreisklinik, informierte über verschiedene medikamentöse Therapieformen, die einerseits den Säurehaushalt regulieren und andererseits die empfindlichen Schleimhäute schützen würden. Je nach Schwere der Beschwerden – und vor allem bei vorübergehendem Sodbrennen – sei Patienten damit oft sehr gut geholfen.

Reinhold Lang ist unter anderem Spezialist für Magenoperationen, die eine gestörte Ventilfunktion am Mageneingang wiederherstellen. 'Auch wenn letztendlich immer der Patientenwunsch entscheidet, rate ich doch zu dieser sehr erfolgreichen Methode, wenn entweder die Beschwerden stärker werden oder eine Medikamentenunverträglichkeit vorliegt', so der Facharzt.

Verfahren vorgestellt

In einem Ausblick stellten beide Ärzte endoskopische Verfahren vor, die allerdings nur für einen kleinen Teil von Patienten infrage kämen. Entscheidend sei immer die genaue, interdisziplinäre, also sowohl internistische als auch chirurgische Untersuchung, um die für den Patienten optimale Therapie zu entwickeln, so das gemeinsame Resümee beider Mediziner.

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