Special Prozesse im Allgäu SPECIAL

8.723 Verkäufe
Cannabis im Darknet verkauft: Kommende Woche beginnt der Prozess in Memmingen

Mit Cannabis-Verkäufen sollen die drei 741.227 Euro eingenommen haben.
  • Mit Cannabis-Verkäufen sollen die drei 741.227 Euro eingenommen haben.
  • Foto: felipebmarques von Pixabay
  • hochgeladen von Svenja Moller

Am Donnerstag, dem 8. April beginnt im Landgericht Memmingen der Prozess gegen drei Angeklagte, die im Darknet insgesamt 51,3 Kilo Cannabisprodukte verkauft haben sollen. In 8.723 Verkäufen sollen die 32-, 34- und 42-Jährigen mindestens 741.227 Euro eingenommen haben.

Bis zu 48 Sendungen pro Werktag

Laut einer Pressemitteilung des Landgerichts sollen sich der 42-Jährige, seine 34-jährige Ehefrau und der 32-Jährige spätestens im September 2017 zusammengetan haben. Demnach soll der 32-Jährige die Abnehmer der Cannabisprodukte betreut und verwaltet haben. Gemeinsam mit dem 42-Jährigen hat er wohl Werbung gemacht und Verpackungsmaterial bestellt, das an seine damalige Wohnanschrift in Trochtelfingen (Landkreis Reutlingen) geliefert worden sein soll.

Der 42-Jährige soll Vakuumiergeräte beschafft haben und die Cannabis-Sendungen in verschiedene Briefkästen, unter anderem in Neu-Ulm, eingeworfen haben. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, auf deren Konto Zahlungen eingegangen sind, hat er die Ware am gemeinsamen Wohnort in Blaustein (Alb-Donau-Kreis) wohl verpackt. Pro Werktag sollen sie auf diese Weise zwischen 16 und 48 Sendungen mit Marihuana, verpackt in Groß- oder Maxibriefen, zu einem durchschnittlichen Preis von 20 Euro je Gramm, versandt haben.

Gesetz sieht Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren vor

Die beiden Männer befinden sich im Gegensatz zu der 34-Jährigen aktuell in Untersuchungshaft. Die drei äußern sich momentan nicht zu den Anschuldigungen. Den Angeklagten wird bandenmäßiges unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Das Gesetz sieht hierfür eine Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren vor. Zu dem Prozess sind aktuell elft Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Ein Urteil wird im Mai erwartet.

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