Feuerwehrübung im Wartburgweg
Brandschutzübung bei der KiTa – Problem: Elterntaxis in der Feuerwehranfahrtszone

Enge Zufahrt für das Löschfahrzeug im Wartburgweg.
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  • Enge Zufahrt für das Löschfahrzeug im Wartburgweg.
  • Foto: Alexandra Wehr/Pressestelle Stadt Memmingen
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Die Zufahrt zur Kindertageseinrichtung Wartburgweg stand im Fokus einer Brandschutzübung, bei der auch die Rettung einer Person aus dem ersten Stock des Gebäudes trainiert wurde. „Die Feuerwehranfahrtszonen haben wir bei allen Kindertageseinrichtungen besonders im Blick“, erklärte Andreas Land, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz. Gerade zu Bring- und Holzeiten würden Elterntaxis immer wieder in der Anfahrtszone für Rettungsfahrzeuge halten. „Viele denken, sie bleiben ja nur kurz stehen. Aber im Notfall kommt es auf Sekunden an“, betonte Land. Auch während der Übung kam es zu Diskussionen mit Autofahrern, die mitten in der Feuerwehrzufahrt hielten.

Für die Übung wurden der Kindergarten und der Kinderhort am Wartburgweg exemplarisch ausgewählt, weil sie die größte Kindertageseinrichtung in Memmingen bilden – 162 Kinder besuchen den Kindergarten, 86 Kinder den Hort. Die Evakuierung der fast 250 Kinder habe hervorragend geklappt, betonten Hortleiterin Carolin Decker-Kühne und Kindergartenleiterin Nadine Michel. Die Kinder hatten im Vorfeld für einen möglichen Brandfall geübt und auch die Eltern waren in einem Elternbrief über eine anstehende Feuerwehrübung informiert, um mit ihren Kleinen über die Erlebnisse reden zu können. Das konkrete Datum war freilich unbekannt. Mit großer Spannung verfolgten die Kinder das Geschehen bei der Feuerwehrübung. Sie freuten sich auch über den Besuch von Oberbürgermeister Manfred Schilder, der die Übung mit ihnen beobachtete.

Vom Schulhof aus sahen die Kinder, wie ein Feuerwehrfahrzeug vorfuhr, die Drehleiter ausgefahren wurde und eine Person aus einem Fenster im ersten Stock geholt werden konnte. Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen, war als zu rettende Person ausgewählt worden. „Uns war wichtig, dass es kein Kind ist und niemand vom Betreuungspersonal, damit die Kinder nicht erschrecken“, betonte Bernhard Hölzle, der mit der Drehleiter aus dem Hortgebäude geholt wurde. Als er seine Fluchthaube vom Kopf nahm, gab es von den Kindern spontanen Beifall über die geglückte Rettungsübung. Angeregt wurde bei der Nachbesprechung zwischen Feuerwehr, KiTa und Stadtverwaltung, eine Kombination aus Rutsche und Treppe an der Rückseite des Gebäudes anzubringen, um eine schnelle Rettung im Notfall sicherzustellen.

„Der Löschangriff und die Drehleiterrettung einer Person verliefen einwandfrei und ohne Probleme“, resümierte Stadtbrandinspektor Wolfgang Bauer. Schwierigkeiten ergaben sich bei der Zufahrt zum Schulhof der Theodor-Heuss-Grundschule. Wegen eines gegenüber der Einfahrt (rechtmäßig) parkenden Autos konnte die Drehleiter nicht vorwärts in den Hof einfahren, sondern musste rückwärts rangieren.

Um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein und mögliche Probleme schon im Vorfeld zu vermeiden, finden regelmäßig Brandschutzübungen statt. „Diese Übung an der KiTa war extrem wichtig“, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder. „Wir hoffen alle, dass es nie zu einem Brand kommt. Aber im Notfall müssen wir optimal vorbereitet sein.“ Der OB danke der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen, dem Brandschutzamt, KiTa-Amt und der KiTa Wartburgweg für die umfassende und gründliche Vorbereitung der Übung.

Enge Zufahrt für das Löschfahrzeug im Wartburgweg.
Oberbürgermeister Manfred Schilder (von hinten) und viele KiTa-Kinder verfolgten die Brandschutzübung.

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