Fahndung
Bewaffneter Täter überfällt Sparkasse im Unterallgäu und entkommt

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Ein bewaffneter Bankräuber hat gestern Vormittag die Unterallgäuer Gemeinde Trunkelsberg in Atem gehalten: Nach Angaben der Polizei erbeutete der etwa 30- bis 35-jährige Mann gegen 10 Uhr in der örtlichen Filiale der Sparkasse «etliche tausend Euro» und machte sich anschließend aus dem Staub.

Bei der Tat wurde niemand verletzt. Mehrere Bankangestellte erlitten aber einen Schock. Die Polizei leitete sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Diese blieben jedoch bis Redaktionsschluss erfolglos.

Nach Angaben der Polizei betrat der Täter gegen 9.50 Uhr die Bank, zog eine Pistole und forderte von den Angestellten die Herausgabe von Bargeld. Dieses verstaute der schlanke, etwa 1,85 Meter große Mann in einem von ihm mitgebrachten hellen Stoffbeutel.

Der mit einer blauen Jeans, einer dunklen Strickjacke und dunkelbraunen Lederschuhen bekleidete Mann flüchtete zunächst zu Fuß durchs Dorf. Die Polizei schloss gestern nicht aus, dass der Mann, der oberbayerischen Dialekt sprach, seine Flucht in einem silberfarbenen Kastenwagen fortsetzte.

Die Polizei durchkämmte mit einem Großaufgebot den Ort, in dem rund 1800 Einwohner leben und der bereits im Mai 2004 Schauplatz eines Überfalls in einer anderen Bank war.

Einsatzkräfte, die schusssichere Westen trugen und mit Maschinenpistolen bewaffnet waren, rissen das Dorf vor den Toren Memmingens aus seiner alltäglichen Beschaulichkeit. Sogar Kindergarten und Schule wurden zur Sicherheit abgeriegelt.

Die Polizei setzte auch eine Hundestaffel sowie einen Hubschrauber ein, der die Fahndung aus der Luft unterstützte. Außerdem wurden an den Ortsausfahrten alle Autofahrer kontrolliert. Dennoch fehlte bis gestern Abend jegliche Spur des Täters.

Aufgewühlte Anwohner

Die Nachbarn bekamen von dem Überfall auf die Bank nichts mit: «Ich bin gerade beim Frühstück gesessen und habe mich noch über den am Himmel kreisenden Hubschrauber gewundert», berichtete Brigitte Strebe, die gegenüber der Bank wohnt. Wie zahlreiche andere aufgewühlte Anwohner beobachtete Strebe am späten Vormittag die Arbeit der Ermittler von der anderen Seite der Straße aus.

So auch Kurt Sickinger. Obwohl auch er nur einen Steinwurf von der ausgeraubten Bank entfernt wohnt, bekam er den Überfall ebenfalls nicht mit: «Und das, obwohl ich zur Tatzeit sogar draußen im Garten war.» Erst als er die heranrauschenden Polizeiautos mit Blaulicht, aber ohne Sirene, sah, dachte er sich: «Au weh, da ist was passiert!»

Zeugen Die Polizei nimmt unter Telefon 08331/1000 Hinweise entgegen. Die Bank hat eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt.

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