Planänderung
Außenstelle der Fachambulanz München in Memmingen zieht nicht in die Hirschgasse

Nach einem Gespräch zwischen Vertretern der Stadt Memmingen, der Münchner Fachambulanz, des Evangelischen Hilfswerks München sowie des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und einer anschließenden eingehenden Prüfung der Belange der Nachbarschaft und der fachlichen Gesichtspunkte steht fest: Die Außenstelle der Münchner Psychotherapeutischen Fachambulanz für Gewalt- und Sexualstraftäter in Memmingen wird nicht in die Memminger Hirschgasse ziehen, sondern vorerst in den bisherigen Räumlichkeiten verbleiben.

Entscheidend war dabei insbesondere der Umstand, dass am Standort in der Hirschgasse die notwendige Anonymität nicht gewährleistet gewesen wäre. Der zunächst geplante Standort in der Hirschgasse war nach fachlichen Kriterien wie etwa zentrale Lage, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und unmittelbare Nachbarschaft ausgewählt worden. Nachdem andere Objekte beispielsweise wegen einer unmittelbaren Nähe zu Kinderarztpraxen verworfen wurden, war letztlich der Standort in der Hirschgasse als unter fachlichen Gesichtspunkten beste Wahl identifiziert worden.

Nach Prüfung der Belange der Nachbarschaft, aber auch des Umstands, dass in der Hirschgasse die notwendige Anonymität nicht gewahrt ist, soll die Außenstelle der Fachambulanz nach der Entscheidung des Bayerischen Justizministeriums und des Evangelischen Hilfswerks nicht in die Hirschgasse ziehen, sondern vorerst in den bisherigen, bereits seit Dezember 2018 genutzten Räumlichkeiten verbleiben. Eine nochmalige Überprüfung dieser Räumlichkeiten hat ergeben, dass nach einigen Umbaumaßnahmen eine Weiternutzung zunächst möglich ist. Die bisherigen Räumlichkeiten sind für eine längerfristige Nutzung für die Fachambulanz ohne diesen Umbau nicht geeignet. Ein Umzug in einen für alle Beteiligten idealen Standort bedarf weiterer intensiver Prüfung.

Die bayerische Justiz leistet seit vielen Jahren erhebliche Bemühungen bei der ambulanten Nachsorge für aus dem Justizvollzug entlassene Gewalt- und Sexualstraftäter. Eine zeitnahe psychotherapeutische Nachbetreuung trägt wesentlich dazu bei, Rückfallrisiken zu minimieren. Ziel der ambulanten Nachbetreuung ist es damit letztlich, für mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Bereits seit 11 Jahren gibt es die Fachambulanz in München, seit 10 Jahren in Nürnberg und seit 9 Jahren im Würzburg. Mit der Außenstelle in Memmingen soll die ortsnahe Betreuung von Tätern aus der Region Allgäu sichergestellt werden. Durch die Arbeit der Fachambulanzen konnte nachgewiesenermaßen das Rückfallrisiko gesenkt werden. Rückfälle anlässlich des Besuchs einer Fachambulanz sind hingegen nicht bekannt geworden.

Text: Pressestelle des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz.

Autor:

Redaktion all-in.de aus Kempten

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