Prozess
Special Prozesse im Allgäu SPECIAL

Landgericht Memmingen
Ausgebrannter Smart im Oytal: Angeklagter (31) aus dem Unterallgäu gesteht

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Im Prozess um ein ausgebranntes Autowrack in den Oberstdorfer Bergen vor dem Memminger Landgericht hat der angeklagte 31-Jährige über seinen Verteidiger wissen lassen, dass er die ihm zu Last gelegten Straftaten einräume.

Aufgrund seines Drogenkonsums könne er sich an viele Einzelheiten aber nicht mehr erinnern. In der Anklageschrift sind über 20 Delikte aufgelistet, darunter Diebstähle, Brandstiftung und Unfallflucht sowie Fahren unter Drogeneinfluss.

Der Prozess wird am 30. August fortgesetzt. Dann wird vermutlich das Urteil gesprochen. Für den Angeklagten, den die Staatsanwaltschaft als nicht schuldfähig einstuft, geht es um die Frage, ob er dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht wird.

Wie berichtet, hat der Prozess gegen einen 31 Jahre alten Bäckermeister aus dem Unterallgäu vor dem Memminger Landgericht am Dienstagmorgen begonnen. Der wohl psychisch kranke Mann soll Anfang November vergangenen Jahres mit einem Smart ins Oberstdorfer Oytal bis auf eine Höhe von 1.400 Metern gefahren sein und habe das Auto in unwegsamen Gelände stehen gelassen.

Denn er kam nicht mehr weiter. . Das Bild von dem ausgebrannten Wrack in den Oberstdorfer Bergen ging bundesweit durch die Presse und machte den Fall bekannt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten insgesamt über 20 Straftaten vor, darunter viele Diebstähle und Sachbeschädigungen. Die Taten hatte er offenbar allesamt im Drogenrausch begangen. Er habe mit 16 Jahren zu kiffen angefangen und später immer wieder Amphetamin konsumiert, sagte der Angeklagte.

Ab dem vergangenen Sommer seien die eingenommenen Mengen immer größer geworden. In dem Verfahren geht es darum, ob der mutmaßlich psychisch kranke Mann dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden muss. Seit seiner Festnahme im Herbst vergangenen Jahres wird er im BKH Kaufbeuren behandelt.

Vor Gericht macht der 31-jährige Angeklagte mit Kurzhaarschnitt und weißem Hemd einen gefassten und vernünftigen Eindruck. Er kommt aus gut bürgerlichen Verhältnissen: Seine Eltern betreiben eine größere Bäckerei, in der der Angeklagte zuletzt auch tätig war.

Nach Streitereien mit seinem Vater habe er jetzt wieder ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern, schilderte der Mann. Die erheblichen Schäden, die er durch seine Taten angerichtet hatte, habe er allesamt beglichen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe unserer Zeitung vom 24.08.2016.

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