Mobile Redaktion
Auch große Firmen sollen kommen

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Der neu gegründete Zweckverband «Interkommunaler Industrie- und Gewerbepark A 96» sorgte bei der Mobilen Redaktion der Memminger Zeitung in Holzgünz für Gesprächsstoff. Wie berichtet, hatten sich die Gemeinden Holzgünz, Westerheim und Sontheim zusammengeschlossen und das Projekt Ende September ins Leben gerufen. Auf die Größe der Fläche angesprochen, betonte Bürgermeister Paul Nagler, dass sich der Umgriff des Gebiets zwar über rund 64 Hektar erstreckt. Dies bedeute jedoch nicht, dass auch das Gewerbegebiet so groß sei. «Da hat der neu gegründete Zweckverband seine Hand drauf. Was tatsächlich Gewerbegebiet wird, entscheidet sich im Laufe der Zeit», so Nagler.

Über zehn Hektar anbieten

Durch die Kooperation der drei Gemeinden sei es möglich, interessierten Firmen eine Fläche von über zehn Hektar zur Verfügung zu stellen und so vielleicht auch «einen Großen» anzulocken. Für Erstaunen bei einigen Besuchern der Mobilen Redaktion sorgte der Bürgermeister, als er berichtete, dass der Onlinehändler Amazon um die Zeit der Gründung des Zweckverbands sein Interesse an einer 16 Hektar großen Fläche in dieser Gegend für ein Versandlager mit bis zu 600 Arbeitsplätzen bekundet habe. Dies sei ein gutes Beispiel, welche Vorteile ein solcher Zusammenschluss haben könnte.

Sontheim als finanzieller Unterstützer

Wie Nagler weiter berichtete, sollen die Gemeinden Holzgünz und Westerheim jeweils 40 Prozent der später anfallenden Gewerbesteuer erhalten, Sontheim bekommt 20 Prozent. Dass sich das Gewerbegebiet nur auf der Gemarkung Holzgünz und Westerheim befindet, rief Martin Riedmiller auf den Plan. «Was hat dann Sontheim in der ganzen Geschichte zu suchen?», wollte der Altbürgermeister von seinem Nachfolger wissen. «Die Gemeinde Sontheim als unmittelbarer Hinterlieger unterstützt uns finanziell und beteiligt sich mit 20 Prozent an den Investitionen. Darüber sind wir froh», erklärte Nagler. Er könne es sich auch gut vorstellen, dass weitere Nachbarkommunen dazukommen. «Aber soweit sind wir in unserer Planung noch nicht», ergänzte der Rathauschef.

Josef Stiegeler erklärte im weiteren Verlauf: «Mir als Altbauer tut es weh, wenn im Zuge des Projekts gute Ackerfläche vernichtet wird.» Bürgermeister Nagler erwiderte, dass es sich um ein Gebiet direkt an der Autobahn handle und nicht im Hinterland. Die Landwirte hätten dort nicht erst aufgehört, als die B18 zur Autobahn umgebaut worden sei. «Das hat mit der landwirtschaftlichen Misere zu tun», so das Gemeindeoberhaupt. «Wir müssen diese Chance nun nutzen. Eine andere Möglichkeit haben wir nicht.»

 

Zahlreiche Fotovoltaik-Module sind bereits auf dem Gelände des interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks bei Holzgünz (im Hintergrund) zu sehen. Schon bald sollen sich in dem Gebiet auch Firmen ansiedeln. Fotos: Uwe Hirt (2), Simone Schaupp

 

Martin Riedmiller

 

Josef Stiegeler

 

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