Ottrinkwasser
Amtsleiter über Trinkwasser-Chlorung in Ottobeuren

Seit über einer Woche wird das Trinkwasser in Ottobeuren gechlort, da bei Stichproben coliforme Keime festgestellt wurden. Vor der Chlorung sind nach Angaben des Leiters des Unterallgäuer Gesundheitsamts Dr. Wolfgang Glasmann, 'etliche Mitteilungen' über Magen-Darm-Probleme bei seiner Behörde eingegangen. Seit dieser Sicherheitsmaßnahme hätte die Anzahl der Beschwerden aber deutlich abgenommen. Allerdings gebe es – wenn auch nur wenige – Bürger, die sich beim Gesundheitsamt über den Chlorgeruch aufgeregt hätten.

Glasmann gibt zwar zu, dass es hin und wieder ein 'bisschen nach Hallenbad' riechen kann. 'Die Chlorung ist aber gesundheitlich unbedenklich.'

Eine Reduzierung der Konzentration sei nicht sinnvoll, da die Maßnahme andernfalls nicht wirksam sei und die Keime nicht abgetötet werden könnten. Pro Liter würden zwischen 0,1 und 0,3 Milligramm Chlor hinzugefügt.

Bei einem Hallenbad seien es dagegen 0,3 bis 0,6 Milligramm, beschreibt Glasmann den Unterschied. Damit die Werte nicht überschritten werden, müssten die Wasserwarte täglich Messungen durchführen.

Keimquelle bisher nicht gefunden

Derweil ist die Quelle der Verkeimung noch nicht gefunden worden, wie Bürgermeister Bernd Schäfer auf Anfrage der MZ mitteilt. Es gebe zwar Verdachtsfälle. 'Wir konnten die Stelle aber noch nicht konkret fixieren', so der Rathauschef.

Kritik an der Informationspolitik der Gemeinde vonseiten einiger Bürger, lässt Schäfer nicht gelten. Man habe die Informationen per Aushang, im Internet und über die Presse weitergegeben.

Dies ist seiner Ansicht nach auch ausreichend. Vorschläge aus der Bürgerschaft, Flugblätter zu verteilen oder mit dem Megafon durch die Straßen zu fahren sehe er 'sehr kritisch'.

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