Prozess
Amok-Alarm: Erster Prozesstag in Memmingen

Vor dem Landgericht Memmingen hat heute der Prozess gegen den jugendlichen Schützen aus Memmingen begonnen, der im Mai letzten Jahres einen Amok-Alarm ausgelöst hatte. Der damals 14-Jährige hatte mit den Pistolen seines Vaters mehrere Personen in seiner Schule bedroht und später auf einem Sportplatz um sich geschossen. Die Anklage lautet auf versuchten zwölffachen Totschlag.

Nach der Verlesung der Anklageschrift hat sich der Angeklagte selbst zum Tathergang und dem Tag des Geschehens geäußert. Sein persönliches Motiv sei Liebeskummer gewesen. Seine Freundin habe einen Tag vorher Schluss gemacht. Deswegen habe er sich im Waffenkeller seines Vaters mit einer Luftdruckpistole abreagiert und in einem unbeobachteten Moment die Waffen an sich genommen.

An den Tag selbst könne er sich kaum erinnern. Er sprach von Blackout und dass er niemanden töten wollte.

Falls das Gericht dem folgt, könnte er für schuldunfähig erklärt werden. Zumindest würde es sich strafmildernd auswirken.

Am Nachmittag haben Mitschüler und Lehrer ausgesagt, Schüler haben gesagt, er habe sie mit dem Tod bedroht, falls sie verraten, dass er Waffen dabei hat. Mit dabei hatte er scharfe Waffen, eine Luftdruckpistole und einen Dolch. Insgesamt sind fünf Verhandlungstage angesetzt.

Ein Polizeibeamter hat geschildert, der Vater des Jungen sei überrascht gewesen, dass die Waffen und 350 Schuss Munition gefehlt haben. Gegen den Vater wird unabhängig vom Prozess wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

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