Festabend
Ältester Gesangverein aus dem Landkreis Unterallgäu feiert Jubiläum

Der im Jahr 1836 gegründete Männergesangverein Ottobeuren wird heuer 175 Jahre alt. Er ist der älteste Gesangverein im Landkreis. Der seit 31 Jahren amtierende Vorsitzende Hans Peter Waibel und Engelbert Kohler, der seit rund 20 Jahren den Chor leitet, führen den Verein durchs Jubiläumsjahr. Beide sind überzeugt, dass früher wie heute Singen im Chor Freude schaffe. Das wirke der Vereinsamung des Individuums entgegen und lasse bisweilen auch die Sorgen des Alltags vergessen. Gefeiert wird am Samstag, 21. Mai beim Festabend um 19.30 Uhr im Kaisersaal.

Die rund 40 Sänger unternehmen einen musikalischen Streifzug durch die Geschichte seit 1836. Es erklingen Kunstlieder, Arrangements für Männerchöre, von der Natur und Wald besingenden Romantik bis zur italienischen Welle der Nachkriegszeit. Solistische Gäste sind Barbara Sauter und Roland Albrecht. Paul Furthmüller moderiert den Abend.

Am Sonntag, 22. Mai, singt der Männerchor zum Festgottesdienst in der Basilika um 9 Uhr. Eine Ausstellung im Haus des Gastes von 10.30 bis 17 Uhr zeigt alte Dokumente und andere Zeugnisse aus der 175-jährigen Vereinsgeschichte.

Prominente Gratulanten zum 175-jährigen Bestehen

Zu ihrem seltenen Jubiläum in diesem Jahr haben die Ottobeurer Sänger schon viele Glückwünsche erhalten. Sie sind in ihrer Festschrift abgedruckt. Bundespräsident Christian Wulff hat sich mit herzlichen Glückwünschen für eine Einladung bedankt und an die großen Veränderungen seither erinnert: «1836 war ein einiges Deutschland noch reinste Utopie.

Man reiste per Pferdekutsche über holprige Straßen durch das Land, von Dutzenden Zollstationen immer wieder aufgehalten.» Die Loreley habe man 1836 noch nicht besingen können, weil das berühmte Gedicht von Heinrich Heine noch gar nicht vertont war.

Ministerpräsident Horst Seehofer wünscht dem Ottobeurer Männergesangverein eine erfolgreiche Zukunft: «Das schönste Musikinstrument überhaupt ist und bleibt die menschliche Stimme.» Nicht selten seien Männergesangvereine von der damaligen Obrigkeit sehr misstrauisch beobachtet worden.

Im Gegensatz dazu seien sie heute wertvolle Stützen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Landrat Hans-Joachim Weirather schreibt, er habe sich den Festabend im Terminkalender fest vorgemerkt.

Er erinnert in seinem Grußwort an einen königlichen Aufruf damals, dass sich Schullehrer intensiver um die musikalische Ausbildung der jungen Leute kümmern sollten. Der Präsident des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben, Dr. Paul Wengert, betont in der Festschrift: «Vieles hat sich in den 175 Jahren geändert, aber geblieben ist die Freude am Lied und am gemeinsamen Singen.

» Auch der Präsident des Deutschen Chorverbandes, Dr. Henning Scherf, gratuliert schon im Namen des Präsidiums.

Vorverkauf Karten für das Jubiläumskonzert am Samstag, 21. Mai, gibt es bei Blumen Stock in Ottobeuren.

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