Open-Air
Abantu Marktbrand spielt Südafrikanischen Jazz im Rosengarten in Legau

Das Wetter spielt mit und so kann das Publikum entspannt durch Garten und Ausstellung streunen. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt, es fehlt an nichts. Die vielen Menschen, die es heute nach Legau gezogen hat, finden liebevoll eingerichtete Sitzgelegenheiten; die Bühne besteht aus Teppichen, eingerahmt von einer marokkanischen Rückwand. Gut organisiert und durchdacht, klappt an diesem ersten Rosengarten-Open-Air alles.

Musik steht für die Freiheit

Kaum vorstellbar, dass dies aus ehrenamtlichem Engagement entstanden ist. Die Helfer, die vorbereitet haben, stehen nun hinter den Tresen, bewirten und lassen ein. Und bereiten die Bühne für die Musiker, die enthusiastisch ungewohnte Klänge zelebrieren - Musik, die für Freiheit steht.

Ein bisschen Freiheit will auch der Verein Nothilfe in Bedrängnis geratenen Menschen bieten. Traumatisierten Menschen, die sich teure Therapien nicht leisten können. Familien, die durch Schicksalsschläge in existenzielle Nöte geraten sind. Nicht nur Bürgermeister Abele appelliert an die Gäste, den Verein zu unterstützen. Auch der Schirmherr der Veranstaltung, Staatsminister a.D. Josef Miller, der extra angereist ist, hält eine Dankes- und Einleitungsrede. Gerade in Zeiten in denen das Ehrenamt nicht mehr so gepflegt wird, sei es wichtig, es wieder zu schätzen und zu pflegen, sagt er.

Dann legt Abantu Marktbrand los. Es gibt einen Grundgroove und darauf spielen die Musiker erst gemeinsam, um dann in Soli zu verfallen. Michael Huber mit seiner Posaune, der es versteht, in ungeahnte Höhen vorzudringen. Andieh Merk, der facettenreiche Saxofon- und Querflöteneinlagen bietet und Christoph Schaaf, der mit seiner Trompete druckvoll und messerscharf interveniert. Der Grundgroove wird verlässlich und eingängig von Ralle Fricker am Schlagzeug, Rainer Deschler am Piano und Andreas Piesch am Kontrabass geliefert.

Der Spendenerlös dieses Abends soll einem SOS-Hotel für entlassene Strafgefangene zugutekommen. Auch nachträglich kann dieses kostspielige Unterfangen noch unterstützt werden. Zu wünschen bleibt, dass es ein zweites Legauer Open-Air geben wird, mit ebenso großzügiger ehrenamtlicher Beteiligung.

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