"Zukunft der Mobilität"
40 Bürgerinnen und Bürger nehmen an Workshop für nachhaltige Mobilität in Memmingen teil

Das Projekt Modellregion „Zukunft der Mobilität“ wird zwei Jahre lang gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.
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  • Das Projekt Modellregion „Zukunft der Mobilität“ wird zwei Jahre lang gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.

  • Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen
  • hochgeladen von Corinna Sedlmeier

Memmingen ist auf dem Weg zur Modellregion „Zukunft der Mobilität“. Bis Ende 2022 wird ein Integriertes Mobilitätskonzept für alle Verkehrsarten und Nutzergruppen erarbeitet. Dazu brachten rund 40 Bürgerinnen und Bürger bei einem Workshop in der Stadthalle ihre Erfahrungen, Gedanken und Impulse ein.

Es gelte einen Spagat zu meistern zwischen der Mobilität, einem Grundbedürfnis der Menschen, und den erheblichen ökologischen Belastungen, die Mobilität mit sich bringe, führte Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger aus. „Manche bequemen Gewohnheiten müssen wir in Frage stellen“, betonte er. Vieles sei in Memmingen in den vergangenen Jahren bereits angepackt worden: Ein Radverkehrskonzept werde aktuell umgesetzt. Der ÖPNV werde sukzessive verbessert, auch im Blick auf eine bessere Abstimmung in der ganzen Region. Mit dem Auslaufen der aktuellen Konzessionsverträge Ende 2023 könnten entscheidende Verbesserungen umgesetzt werden.

Ziel des aktuell laufenden Prozesses sei eine nachhaltige, zukunftsorientierte Mobilität im Raum Memmingen, erläuterten Projektleiter Michael Welsch und Andreas Schütz von SSP Consult, Beratende Ingenieure GmbH (Stuttgart), die den Prozess begleiten. Für die Modellregion Memmingen soll ein Konzept erstellt werden, das unterschiedliche Mobilitätsformen wie Fuß- und Radverkehr, Elektromobilität oder Sharing-Systeme und unterschiedliche Verkehrsmittel auf Straßen und Schienen nicht als Einzelsysteme sieht, sondern in einem Gesamtkonzept umfasst. Auch die Nachbarregionen werden einbezogen, immerhin habe Memmingen rund 19.000 Einpendler, die zur Arbeit nach Memmingen kommen, rund 7.000 Auspendler und etwa 11.000 Binnenpendler. Die Bürgerschaft soll für einen Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr bzw. auf einen Umweltverbund motiviert werden.

Wie das gelingen kann, überlegten die Bürgerinnen und Bürger in Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen, etwa „Mobilität für alle als Teil einer lebenswerten Stadt“, „Ein starker Umweltverbund aus Bahn, ÖPNV, Fuß- und Radverkehr für Memmingen und die Region“, „Emissionsarme und ressourcenschonende Mobilität“ und „Stadt- und umweltverträglicher Berufs- und Wirtschaftsverkehr“. Flexibilität im ÖPNV wurde dabei als grundlegend gewertet. Sowohl was die Nutzung öffentlicher Verkehrsangebote im ländlichen Raum als auch zu Zeiten mit weniger Bedarf angehe. Eine Digitalisierung des Angebots und des Ticketsystems sei wichtig. Auf dem Handy müsste man schnell und unkompliziert in Erfahrung bringen können, wann ein nächstes Verkehrsmittel in meine Zielrichtung komme. Auch Nachbarschaftsvereine oder Mitfahrangebote wurden angeregt. Die einzelnen Anregungen aus der Bürgerschaft werden von SSP Consult zusammengefasst, sie fließen in den Erarbeitungsprozess für das Mobilitätskonzept ein. Die wichtigsten Ziele sollen in einem nächsten Schritt dem Stadtrat vorgestellt werden.

Das Projekt Modellregion „Zukunft der Mobilität“ wird zwei Jahre lang gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.
In Arbeitsgruppen wurden eine Vielzahl von Impulsen eingebracht.

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