Schnee und Eis können kommen
1.000 Tonnen Streusalz und 32 Fahrzeuge: Der Winterdienst in Memmingen ist vorbereitet

Markus Geikl, Leiter des städtischen Bauhofs, öffnet das Salzlager der Stadt Memmingen.
  • Markus Geikl, Leiter des städtischen Bauhofs, öffnet das Salzlager der Stadt Memmingen.
  • Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Der Winterdienst des städtischen Bauhofs in Memmingen ist für Eisglätte und Schneefall auf den Straßen vorbereitet und startklar für den ersten Einsatz: Das Salzlager der Stadt und der große Silo sind mit über 1.000 Tonnen Streusalz gefüllt. Zudem werden die Fahrzeuge des Bauhofs jeden Abend mit Schneepflug und Streugutsilos ausgerüstet, falls es in der Nacht schneit oder gefriert. Bis zu 32 Räumfahrzeuge können zum Einsatz kommen, um die Straßen und Wege sicher und befahrbar zu machen.

Der "Stramot" patrouilliert im Stadtgebiet

Zwischen Anfang November und Ende März ist jede Nacht ab 3 Uhr außerdem der sogenannte "Stramot", der motorisierte Straßenwärter, im Stadtgebiet unterwegs und prüft die Straßenbeläge auf Glätte. "Der Wetterbericht ist recht zuverlässig, was Schneefall angeht. Ob Reifglätte kommt, müssen wir nachts prüfen", erklärt Markus Geikl, der Leiter des städtischen Bauhofs. Mehrere der Bauhofmitarbeiter wechseln sich im nächtlichen Stramot-Dienst ab. Ist es glatt auf Memmingens Straßen, verständigt der Stramot seine Kollegen und der Winterdienst rollt an.

280 Kilometer müssen geräumt werden

Schneit es in Memmingen, ist zwischen 4 Uhr und 6:30 Uhr die erste Schicht mit Schneeräumen dran. Auf insgesamt 280 Kilometern sind dann im kompletten Stadtgebiet große Lastwagen mit Schneepflug und Streugutsilo sowie Schmalspurfahrzeuge oder Kleintraktoren auf rund 100 Kilometern Geh- und Radwegen unterwegs. Auch 30 Bushaltestellen und etliche Parkplätze werden dann vom Schnee befreit. Zusätzlich sind ab 5 Uhr bis zu 47 Handräumer an Ampelkreuzungen, Fußgängerüberwegen, Zebrastreifen und Unterführungen mit Schneeräumen beschäftigt. "Wenn die erste Runde für den Berufsverkehr geschafft ist, geht es bei Schneefall um 6:30 Uhr meist gleich wieder von vorne los", erläutert Geikl. Bis 21 Uhr ist der Winterdienst dann täglich im Einsatz. Beim Räumen gibt es Straßen erster Priorität, wie beispielsweise die Bismarckstraße zum Klinikum oder der Rennweg zur Feuerwache. Auch alle Straßen mit Schulbusverkehr gehören zur ersten Prioritätsstufe. Nebenstraßen oder Wohnstraßen dagegen haben Priorität zwei. Sie werden nicht sofort geräumt und nicht in jeder Runde durch das Stadtgebiet.

So kann man dem Winterdienst bei der Arbeit helfen

Um den Räumfahrzeugen die Arbeit zu erleichtern, sollten Autos, wenn möglich, nicht in der Straße, sondern auf dem Parkplatz des eigenen Grundstücks geparkt werden. "Wenn eine Wahlmöglichkeit besteht, wäre das für uns eine große Hilfe", betont der Bauhofleiter. „Es kommt oft vor, dass die großen Räumfahrzeuge wegen parkender Autos eine Straße nicht räumen können. Dann muss ein Schmalspurräumfahrzeug in diese Straße nachgeordert werden", sagt Geikl.

Was macht der Winterdienst, wenn es nicht schneit?

Und was machen die Mitarbeiter des Bauhofs, wenn es nicht schneit? "Jeder Tag, an dem der Winterdienst nicht gebraucht wird, ist ein gewonnener Tag für die Straßenarbeiten", erklärt Markus Geikl. Im Winter werden etwa Straßenbankette wiederhergestellt, Feldwege repariert oder Schlaglöcher ausgeglichen.

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