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FC Memmingen-Trainer Anderl reagiert fassungslos auf seine Kündigung

Stimmen Sie mit ab: War die Entlassung des in der Vorsaison noch hoch gelobten und charismatischen Trainers falsch? Oder hatte der Verein keine andere Möglichkeit und musste jetzt die Notbremse ziehen?

Bei den Fußball-Fans im Allgäu gibt es am Wochenende kein anderes Thema: die beim ranghöchsten Allgäuer Fußball-Klub FC Memmingen. Präsidium und Spielausschuss des Fußball-Regionalligisten haben nach der mageren Ausbeute von acht Zählern aus zwölf Punktspielen in einer Sackgasse gesehen und dem 52-Jährigen Anderl nicht mehr zugetraut, das Ruder herumzureißen. Stefan Anderl reagierte fassungslos auf die Kündigung.

Seiner Meinung nach sei zuletzt eine klare Aufwärtstendenz erkennbar und das Verhältnis zwischen ihm und den Spielern hervorragend gewesen. Anderl ist überzeugt, dass er und die Mannschaft in den verbleibenden 24 Regionalliga-Spielen noch genügend Punkte gesammelt hätte und zumindest den Klassenerhalt zu schaffen. Klar hätten wir gegen Unterföhring gewinnen müssen, aber man kann es natürlich auch so sehen, dass wir den Abstand zu Unterföhring mit dem 2:2 verteidigt haben, sagte er im Gespräch mit AZ-Sportchef Thomas Weiß.

Anderls Bilanz in dieser Saison ist mit acht Niederlagen, zwei Unentschieden und zwei Siegen zwar deutlich hinter den Erwartungen. Der Trainer verweist aber auch darauf, dass die verletzungsgeplagte Mannschaft und er zuletzt alles aus sich herausgeholt hätten und mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage in den letzten fünf Pflichtspielen keine Negativserie hingelegt hätte.

Er verstehe deshalb den Zeitpunkt der Kündigung überhaupt nicht. Außerdem beklagt sich Anderl vehement darüber, dass in den letzten zehn Wochen weder vom Präsidium noch vom Spielausschuss jemand mit ihm über die sportliche Situation gesprochen habe. Dem will Präsident Buchmann zwar nicht widersprechen, doch es sei Anderls ausdrücklicher Wunsch gewesen, dass in der Kommunikation die kurzen Wege eingehalten werden und der Sportliche Leiter Bernd Kunze sein Ansprechpartner sei. Der 44-jährige Kunze ist nun zumindest bis zur Winterpause für die Trainingsarbeit verantwortlich. Ein von Buchmann vorgeschlagenes persönliches Gespräch am Freitag hatte Anderl abgelehnt: 'Wenn der Entschluss eh schon feststeht, können wir uns das sparen', habe er dem Vorsitzenden gesagt.

Gerne können Sie uns Ihre Meinung auch per E-Mail schicken. Die Sportredaktion der Allgäuer Zeitung wird Ihre Zuschriften gerne auswerten. Sie würden sich in diesem Falle auch bereit erklären, dass Ihre Meinung veröffentlicht wird. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt. Bitte geben Sie Vor- und Nachname sowie Ihren Wohnort an.

Eine ausführliche Berichterstattung finden Sie in der Wochenend-Ausgabe der Allgäuer Zeitung. Auch für die Montagausgabe werden unsere Reporter weitere Stimmen und Meinungen zum Rauswurf von Stefan Anderl einholen.

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