Fußball
FC Memmingen spielt unentschieden gegen den FC Bayern II

Der FC Memmingen hat die richtige Reaktion gezeigt. Mit einem 1:1 Unentschieden am 12. Regionalliga-Spieltag wurde beim bisherigen Tabellenvierten FC Bayern München II ein verdienter Punkt erkämpft. Beide Seiten hätten am Schluss auch den Siegtreffer erzielen können.

Die Memminger rückten damit zumindest von einem direkten Abstiegsplatz auf einen Relegationsrang vor. Mit Tim Buchmann und Muriz Salemovic mussten zwei Spieler in der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Ihr Einsatz am Mittwoch (19 Uhr) im wichtigen Heimspiel gegen den FC Unterföhring ist damit fraglich.

Nach der 0:5-Klatsche gegen die Augsburger Bundesliga-Reserve setzte FCM-Trainer Stefan Anderl beim Meisterschaftsfavoriten auf die Defensiv-Variante. Die Parole: Nicht noch einmal ins offene Messer laufen. Wir standen in den ersten 20 Minuten gut und hatten auch zwei gute Konterchancen', ging die Anderl-Taktik zunächst auf.

David Anzenhofer und Branko Nikolic in der Innenverteidigung ließen im Grünwalder Stadion mit ihren Abwehrkollegen nur wenig zu, auch wenn die 'kleinen Bayern' optisch überlegen waren. Torjäger Kwasi Okyere Wriedt (acht Saisontreffer) war bis auf einen Kopfball in der 27. Minute fast abgemeldet, zuvor wurde ein Schuss von Adrian Fein abgeblockt.

Aber auch die Memminger hatten ihre Kontermöglichkeiten, darunter die erste Großchance des Spiels durch Philipp Boyer nach einer Viertelstunde. Unglücklich geriet der FCM in Rückstand, als eine angedachte Hereingabe von FCB-Kapitän Niklas Dorsch an Freund und Feind vorbei aus 25 Metern im Tor landete (31.).

Das Geschehen entwickelte sich in der zweiten Hälfte ähnlich. Die Münchner mit Übergewicht, die Memminger in Lauerstellung. Furkan Kircicek bewies schließlich seine Torjägerqualitäten. Zunächst wurde ein Versuch des 20-jährigen von einem Verteidiger noch von der Linie gekratzt (53.), seine nächste Möglichkeit saß dann – das 1:1 aus elf Metern hoch ins kurze Eck (68.). Es war bereits Kirciceks fünfter Treffer in dieser Runde.

In der Nachspielzeit hatte David Anzenhofer sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß und der eingewechselte Simon Ollert versuchte Schlussmann Christian Früchtl mit einem 40-Meter-Lupfer zu überlisten. Es hätte zuvor aber auch schiefgehen können, wenn Torhüter Martin Gruber gegen Milos Pantelic nicht pariert (88.) oder Raphael Obermaier (79.) knapp am langen Pfosten vorbeigezielt hätte.

Bayern-Trainer Tim Walter war die Wiesn-Stimmung jedenfalls verdorben: Wir haben immer Probleme mit Teams, die sich hinten reinstellen. Wir hatten zwei große Chancen zum Sieg kurz vor dem Ende, aber hätten durch einen Fehler fast noch mit 1:2 verloren.

Die Chance, näher an das Führungsduo 1860 München und Schweinfurt heranzurücken, wurde vertan. Die Stimmung im FCM-Lager und bei Anderl hat sich mit dem Unentschieden deutlich aufgehellt: In der zweiten Hälfte ging es hin und her, am Ende hätten wir mit etwas Glück auch den Siegtreffer erzielen können. Wir sind mit dem Punkt sehr zufrieden'.

Trotz aller Sorgen stimmt die Moral in der Truppe, die nun im Wiederholungsspiel gegen das Schlusslicht tunlichst nachlegen will, um den Anschluss an die gesicherte Tabellenregion herzustellen. Anderl ist sich sicher: 'Wir nehmen diesen Schwung mit ins Spiel gegen Unterföhring am Mittwoch.

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