Fußball
FC Memmingen gastiert am Samstag beim 1. FC Nürnberg II

'Nur nach vorn, nie zurück'. Was sich anhört, wie ein kitschiger Kalenderspruch findet sich auf großen Spruchbändern immer wieder mal bei Fanchoreographien in Bundesliga-Stadien wieder. Besonders dann, wenn die Clubs raus aus der Krise wollen.

Den Blick nach vorn gerichtet hat der FC Memmingen samt seinem neuen Trainer Bernd Kunze. Sein Einstand war geglückt, an das 1:0 am vergangenen Dienstag in Bayreuth soll möglichst gleich angeknüpft werden, um sich Stück für Stück vor vorletzten Tabellenplatz vorzuarbeiten.

Im zweiten Auswärtsspiel in Folge geht es am Samstag (14 Uhr) zum 1. FC Nürnberg II. Eine sehr junge Mannschaft, die zwar wechselhaft auftritt, zuletzt aber – im Gegensatz zu Bayreuth – klar im Aufwärtstrend liegt. Neben seinem Zusatzjob auf dem Trainingsplatz hat sich Kunze in den vergangenen Tagen auch einiges an Videomaterial eingesaugt, vom letzten Spiel seiner Mannschaft und auch vom kommenden Gegner. Die Erkenntnis aus Bayreuth lautet: Der Sieg war, gemessen an den Möglichkeiten, nicht unverdient.

Einige Spieler waren ziemlich platt, wie Muriz Salemovic. Er ließ sich eine Viertelstunde vor Schluss austauschen. Nicht weil er, wie so oft ordentlich was auf die Socken bekam, sondern weil er nicht mehr konnte. Ein Indiz für vollen Einsatz oder eine Baustelle, die Kunze in den kommenden Wochen hat? Denn etliche Begegnungen verloren die Memminger hinten raus, weil die Luft ausging. In Bayreuth ist nach der FCM-Führung glücklicherweise nichts mehr passiert. Auch weil die Gegenseite selbst den tiefen Platzverhältnissen Tribut zollen musste. Aber Kraft hat die Partie allemal gekostet. Positiv war, dass die Memminger ohne Gegentor geblieben sind – was erst zum zweiten Mal in 14 Saisonspielen gelang.

Ob das auch bei der Nürnberger Bundesliga-Reserve wieder der Fall sein wird, ist fraglich. Denn die Club-Amateure haben mit 30 Treffern den zweitbesten Angriff der Regionalliga, sind aber wiederum hinten auch etwas sorglos. Belegt durch 28 Gegentore, gleichbedeutend mit der zweitschlechtesten Abwehr. Hinten standen die Memminger in den letzten Begegnungen stabiler. In Bayreuth kehrte Sebastian Schmeiser in die Innenverteidigung zurück und auch Torhüter Martin Gruber fand zu alter Stärke. Positive Signale. In Sachen Ausfällen ist es aber weiterhin die alte Leier. Wenn einer zurückkehrt, fällt postwendend der nächste aus. Lukas Rietzler dürfte wieder zur Verfügung stehen, dafür hat sich nach David Remiger und Torwart Fabio Zeche nun auch Pascal Maier in dieser Woche krankgemeldet.

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