• 21. April 2018, 07:45 Uhr
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Brauchtum
Maibaum: Sicherheit wird im Allgäu großgeschrieben

Wenn was schief läuft, dann sind die Mitwirkenden des Maibaumaufstellens in der Regel versichert, egal ob der Stamm mit sogenannten Schwalben per Hand aufgestellt wird oder, wie hier in Frankenhofen, mit einem Kran.
Wenn was schief läuft, dann sind die Mitwirkenden des Maibaumaufstellens in der Regel versichert, egal ob der Stamm mit sogenannten Schwalben per Hand aufgestellt wird oder, wie hier in Frankenhofen, mit einem Kran. (Foto: Mathias Wild)

Das Maibaumaufstellen ist jedes Jahr aufs Neue ein großes Fest für die Familien, die begeistert sind, wenn solch ein Frühlingssymbol in die Höhe gehievt wird. Die Vereine sorgen dafür, dass die Zuschauer auf der sicheren Seite sind – und Abstand halten. Über die Kommunen sind alle am Fest Beteiligten in der Regel auch versichert.

Ein tragisches Unglück passierte 1999 in Kempten, als ein 17 Meter langer Maibaumstamm von einer Windböe erfasst wurde und auf eine Besucherin stürzte. Die Frau starb, ihr Enkelkind erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Zur Rechenschaft gezogen wurde der damalige Vorsitzende des Vereins, der fürs Aufstellen des Maibaums verantwortlich war.

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet – aber Ende 1999 von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Der Kemptener zahlte 15 000 Mark an gemeinnützige Organisationen aus seiner Privatschatulle. Für das Schmerzensgeld des Kindes kam später die Haftpflichtversicherung auf.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe unserer Zeitung vom 21.04.2018.

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