Teamsport
"Ich wollte einen außergewöhnlichen Sport machen": Axel Wronowski (23) aus Lachen spielt Quidditch in Augsburg

Es sieht deutlich chaotischer aus, als es ist. Axel Wronowski aus Lachen (ganz links im Bild) spielt bei den Augsburg Owls Quidditch.
  • Es sieht deutlich chaotischer aus, als es ist. Axel Wronowski aus Lachen (ganz links im Bild) spielt bei den Augsburg Owls Quidditch.
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Angefangen hat er mit Fußball, im Studium wollte er dann aber etwas außergewöhnliches machen. So ging der 23-jährige Axel Wronowski aus Lachen im Frühjahr 2018 zu seinem ersten Quidditch-Training in Augsburg. Quidditch - das dürfte wohl hauptsächlich den Harry Potter-Fans ein Begriff sein. "Mit dem Zauberstabgefuchtel hab ich aber nichts am Hut", räumt der 23-Jährige mit dem Fan-Klischee auf. Und auch die meisten seiner Mitspieler bestätigen, dass ihnen die Fantasywelt der britischen Autorin J.K. Rowling eher weniger wichtig sei.

Beim Quidditch geht es viel mehr um einen außergewöhnlichen Teamsport, der den Spielern neben Kraft und Ausdauer vor allem auch eines abverlangt: eine große Portion Selbstbewusstsein. Die ist nötig, um sich in einem Spiel mit extrem viel Körperkontakt durch Tacklings von einem anderen Mitspieler oder einer Mitspielerin den Quaffle, einen der Bälle, nicht abnehmen zu lassen. Die Mannschaften sind nämlich generell gemischt-geschlechtlich, das geben die Regeln so vor. Berührungsangst darf man also keine haben.

So sieht ein Spiel dann auf den ersten Blick auch sehr chaotisch aus. Bis zu fünf Bälle sind gleichzeitig im Spiel, einer davon muss durch einen von drei gegnerischen Torringen geworfen werden - die anderen dienen dazu, den Gegner zu treffen. Pro Mannschaft sind bis zu sieben Spieler (mit PVC-Rohren zwischen den Beinen) auf dem Feld - es wird gerempelt, gehalten und geschoben.

Wer sich aber die Mühe macht und die Quidditch-Regeln näher betrachtet, der erkennt nach einer Weile eine gewisse Logik. Einige Spieler versuchen mit einem Volleyball "Tore" zu erzielen, andere dagegen haben die Aufgabe gegnerische Spieler mit Ballwürfen am "Torabschluss" zu hindern. Ein weiterer Spieler dagegen versucht den sogenannten Schnatz zu fangen - ein Ball, der an der Hüfte eines Schnatzträgers hängt. Wird der Schnatz gefangen, dann ist das Spiel zu Ende. Sieger ist natürlich auch beim Quidditch die Mannschaft mit den meisten Punkten.

Axel Wronowskis Mannschaft, die Augsburg Owls (zu deutsch: Eulen), gehört zu einer Handvoll deutscher Teams, die auch auf internationaler Ebene spielen. Im Frühjahr 2019 dürfen sie in Warschau beim European Quidditch Cup antreten. "Die Siegchancen sind eher gering", sagt der 23-Jährige. Das sei aber auch eher egal, im Mittelpunkt stehe beim Quidditch immer der Spaß.

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