Gericht
Unterallgäuer (41) kommt Freundin seiner Tochter (11) zu nahe: Bewährungs- und Geldstrafe

Lisa übernachtet bei ihrer Freundin Michelle (Namen von der Redaktion geändert), sie sind bis spät in die Nacht wach und spielen mit Michelles kleiner Schwester Karten auf dem Fußboden. Gegen vier Uhr kommt Michelles Vater nach Hause, setzt sich zu den Mädchen auf den Boden und legt den Arm um Lisa. Als er mit der Hand in das Dekolleté des Mädchens fasst, schiebt die Elfjährige seinen Arm weg. Der 41-Jährige versucht es noch zweimal, dann fängt er an, den Oberschenkel des Mädchens zu streicheln.

Handlungen, die nach deutschem Gesetz als sexueller Missbrauch von Kindern gelten. Handlungen, über die der Vorsitzende Richter Markus Veit bei der Verhandlung am Memminger Amtsgericht sagt: „Elfjährige Mädchen kapieren das sehr wohl, dass so etwas nicht okay ist.“ Nach langen Unterbrechungen versuchen die Juristen es mit einem Deal. Vorausgesetzt, der Angeklagte gesteht. Mehrfach erklären die Juristen dem 41-Jährigen, wie das Ganze funktioniert, bis er schließlich leise und hastig sagt: „Ja, ich war’s, es tut mir leid.“ Der Angeklagte wird schließlich zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 800 Euro Geldstrafe verurteilt.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe der Memminger Zeitung vom 11.10.2018.

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