Motorradsport
Marktoberdorfer Trio fährt nun Supermoto

Vor zwei Jahren fuhren die Brüder Buschkönig noch einträchtig Rennen um die Deutsche Juniorenstraßenmeisterschaft, jetzt fahren sie Supermoto mit Geländepassagen: «Der Offroadteil ist noch ungewöhnlich, aber es klappt schon ganz gut», berichtet Patrick Buschkönig. Zusammen mit seinem Bruder Tobias (beide Geisenried) und Mattias Grosam (Markoberdorf) startet er nun im Internationalen Grenzland Cup (G-Cup).

2007 Deutscher Meister auf dem Pocketbike

Die Höhepunkte seiner bisherigen Karriere erlebte Patrick allesamt auf der Straße: 2007 wurde er Deutscher Meister auf dem Pocketbike, danach stieg er auf große Maschinen um und ging 2009 im ADAC-Juniorcup (125ccm) an den Start. Mit einem 15. Platz zeigte er in der kleinen DM zwar, dass dort mit ihm zu rechnen ist, dennoch stieg er wegen einer Schulterverletzung und den Finanzen aus. «Wir mussten zu den Rennen so weit fahren und die Serie war sehr teuer», begründet er das Ende. Das gilt auch für seinen Bruder Tobias: Er startete ebenfalls im Juniorcup und war danach noch ein Jahr im Bridgestone Cup (750ccm), wo er dann sogar gute Platzierungen hatte. «Aber der Straßenrennsport ist ohne Sponsoren einfach nicht bezahlbar. Sonst hätte ich weitergemacht», erzählt der 22-Jährige.

Stattdessen fingen er und Patrick (20 Jahre) im Winter in der Karthalle Kaufbeuren mit Supermoto-Training an.

Der Rennsport wird mit modifizierten Motocrossmaschinen zu 70 Prozent auf der Straße und 30 Prozent im Gelände gefahren - charakteristisch ist das Kurvendriften auf den kleineren, dicken Rädern. «Das ist teilweise ganz neu. Die Kurventechnik und die Fahrlinie sind nämlich völlig anders als beim Straßenrennen. In den Kurven muss ich statt dem Knie den Fuß rausstrecken», erklärt Patrick.

Dennoch wagten er, Tobias und Mattias Grosam den Sprung in Rennserien. Sie treten nun mit 450ccm-Maschinen in der Youngster-Klasse im G-Cup sowie der Südbayernserie an. Ihnen steht mit Thomas Röder ein erfahrener Mechaniker zur Seite, denn der Kaufbeurer fuhr früher selbst in der Straßen- und Supermoto-DM.

Für den 20-jährigen Grosam ist der G-Cup ein völliges Neuland, denn er fuhr noch nie in einem Wettbewerb. Dennoch schlug er sich in Mattighofen (Österreich) auf den Plätzen 11 und 15 beachtlich. Die Buschkönigs konnten da etwas mehr von ihrer Erfahrung profitieren: Patrick zeigte gleich im ersten Lauf, was er drauf hat und fiel erst durch einen Sturz auf Platz acht zurück.

Die Speichen im Hinterrad brachen

Den zweiten beendete er allerdings nicht, da ihm die Speichen im Hinterrad brachen. Auch Tobias stürzte im ersten Lauf, aber wurde dennoch Neunter.

Danach bekam er wegen eines Frühstarts eine Zeitstrafe aufgebrummt und beendete den zweiten Lauf als Zwölfter: «Dafür, dass wir gerade mit dem Sport angefangen haben, war das ganz ordentlich», meint Tobias.

Die Brüder wollen heuer zumindest am Ende in den Top Zehn stehen: «Für unser Einsteigerjahr haben wir uns nicht zu viel vorgenommen. Aber nächste Saison soll es dann weiter nach vorne gehen», so Patrick.

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