Motorradsport
Marktoberdorfer Team Waldmann mit Großaufgebot beim Supercross

Ein Rennsieg, drei Podestplätze, dazu vier Mann in zwei Klassen in den Top Fünf der Gesamtwertung für das Marktoberdorfer Team Waldmann – trotz dieser Ergebnisse nach dem Supercross in München war Teamchef Sigurd Waldmann nur halbwegs zufrieden: 'Es hätte besser sein können.' Denn nur drei seiner sechs Fahrer schafften an beiden Tagen den Sprung in die Finalläufe der beiden Klassen SX1 (450ccm) und SX2 (250ccm).

Besonders Mechaniker Ed Singer aus Wolfertschwenden raufte sich die Haare: Sein Fahrer Teddy Maier (USA) stürzte unverschuldet im Halbfinale der SX1 und trat am Tag darauf chancenlos mit einer Gehirnerschütterung an. 'Das ist schade, denn er lag in der Gesamtwertung gut im Rennen', erzählt Waldmann. Dagegen hatte der Hawanger Manuel Gall eher Grund zur Freude: Sein Fahrer Jason Thomas wurde Sechster und Fünfter und liegt nun in der Gesamtwertung einen Rang vor Maier auf Platz vier. Theoretisch können beide noch den Gesamtsieg holen. Enttäuschte Mienen gab es bei Florian Bottner (Stötten) und Max von Heuss (Trunkelsberg), denn ihre Fahrer Romain Berthome und Khonsith Vongsana (beide Frankreich) blieben hinter den Erwartungen zurück.

Rund 20 Personen hatte Waldmann bei seinem 'Heimspiel' in München dabei. Unter den weit über 15 000 Zuschauern in der Olympiahalle waren auch viele Allgäuer – teilweise in Clubstärke aus Roßhaupten, Kempten oder Oberrieden. Zur Mannschaft zählten außer den sechs Fahrern und deren Mechanikern auch Betreuer, Helfer und die Manager Oskar Zehmer und Mario Kretzinger (Mindelheim).

Hoffnung auf Eigengewächs

Ihre Hoffnung lag auch insbesondere beim Eigengewächs Dennis Ullrich: Der 17-Jährige aus der Nähe von Neu-Ulm fährt seit Jahren für Waldmann und gilt als eines der ganz großen deutschen Talente – 2010 gewann er den ADAC Youngster Cup, eine der anspruchsvollsten Serien in Europa. In München qualifizierte er sich wie Teamkollege Rasmus Jörgensen (Dänemark) an beiden Tagen für die Finalläufe in der SX2.

In drei von vier Rennen fuhr Ullrich dann die schnellsten Rundenzeiten, doch an einem Tag hatte er im ersten Rennen Pech beim Start, wurde aber dennoch Dritter, während er im Zweiten nach einem Sturz ausfiel. Auch der nächste Tag begann mit einem sechsten Platz alles andere als gut, doch im zweiten Rennen gewann der 17-Jährige deutlich. Jörgensen fuhr konstant gut (Platz: 2/4/2/5). In der Gesamtwertung liegt der Däne auf Platz zwei, Ullrich ist Fünfter.

'Da ist noch alles offen. Denn in der Klasse kommen manchmal auch sehr gute Fahrer gar nicht in das Finale', berichtet Waldmann.

Und angesichts der Gesamtbilanz der 'Waldmänner' sieht er die Einzelergebnisse dann doch in etwas milderem Licht: 'Das passt schon', fasst er die Veranstaltung zusammen.

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