Radrennen
Ein Hauch von Tour im Ostallgäu

Schweinlang? Für die meisten Bewohner außerhalb der umliegenden Gemeinden dürfte der Name nur ein Schulterzucken auslösen. Nicht so bei Tour-de-France-Ikone Erik Zabel, Sechstageprofi Christian Grassmann oder den Frauen der Radbundesliga. «In dem Weiler gibt es doch ein großes Rennen», lautet die Antwort der Radsportler.

Für ein Wochenende rückt der Weiler Schweinlang nun wieder ins Rampenlicht. Mit erstmals zwei Renntagen wird «Schweinlang 2011» das bisher größte Rennen des ausrichtenden Vereins RC Allgäu. Neben den Veranstaltern um die beiden Günzacher Willi Koller und Klaus Görig, die mit ihrer langfristigen Planung für ein gelungenes Wochenende sorgen wollen, will sich offenbar auch Petrus größte Mühe geben: Das Wetter verspricht beste Bedingungen. Wo vergangenes Jahr weit weniger Zuschauer als erwartet mit Mützen und Jacken froren, erwartet Klaus Görig in diesem Jahr zahlreiche Sportbegeisterte, die bei frühsommerlichem Wetter für einen Hauch von Tour de France sorgen.

Der Titelverteidiger fehlt

Am Samstag treten ab 13.15 Uhr die Männer in die Pedale. Auf 112 Kilometern, was in Schweinlang zwölf Runden entspricht, kämpfen zahlreiche Athleten um Punkte im Stevens-Lämmle-Cup. Bernd Brennauer aus Durach zählt dabei als Lokalmatador zum erweiterten Favoritenkreis in dem laut Görig «besten Männerrennen 2011 im Allgäu». Neben den regionalen Teams RSC Kempten und Erdgas Schwaben haben sich zwei Bundesligateams ebenso angekündigt wie das Team Raiffeisen Tirol. Nicht dabei sein werden die beiden Allgäuer Jungprofis Sebastian Baldauf und Jonas Schmeiser, womit auch der Titelverteidiger fehlt.

Am Sonntag wird ab 9.30 Uhr erstmals die Junioren-Bundesliga im Ostallgäu antreten. Einer der Favoriten heißt dabei Rick Zabel, der Sohn des wohl bekanntesten deutschen Sprinters Erik Zabel, der sechs Mal das grüne Trikot der Tour de France gewonnen hat. Ob dieser selbst anwesend sein wird, um seinen Sprössling anzufeuern, ist derzeit noch offen. Nach den 102 Kilometern des männlichen Radsportnachwuchses darf sich beim Hobbyrennen jeder auf das Rad schwingen. Um 12.15 Uhr startet das Rennen über 18,6 Kilometer.

Jede Menge Spannung

Ab 13 Uhr treten dann die Bundesliga-Frauen und Juniorinnen über 102 Kilometer an. Zwar fehlen mit Sarah Düster und Lisa Brennauer die Lokalmatadorinnen des RC Allgäu - beide starten bei einem Weltcup in Belgien. Das Feld mit über 150 Fahrerinnen verspricht aber dennoch jede Menge an Spannung. «Jetzt beginnt die heiße Phase des Aufbauens, Samstag und Sonntag können wir uns auf tollen Spitzensport bei bestem Wetter freuen», blickt Klaus Görig optimistisch auf den 6. Allgäuer Straßenpreis.

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