Kritik
Zu wenig Werbung fürs Ostallgäuer Anrufsammeltaxi

  • Foto: Daniel Bockwoldt (dpa)
  • hochgeladen von Holger Mock

Über das Marketing für das Anrufsammeltaxi (AST) ist im Ostallgäuer Kreisausschuss kontrovers diskutiert worden. Auslöser der Debatte war die harsche Kritik von Hubert Endhardt (Grüne).

Der Kreisrat hatte bemängelt, dass es für mögliche Nutzer quasi keinerlei zugängliche Informationen über das AST gebe. 'Das muss dringend verbessert werden, sonst wird das ganze System an die Wand gefahren', sagte Endhardt in Richtung Landrätin Maria Rita Zinnecker.

'Wie soll zum Beispiel ein Tourist wissen, dass es das Anrufsammeltaxi gibt?', fragte Endhardt. Seiner Kenntnis nach gibt es an keiner Bushaltestelle Hinweise auf dieses Angebot. Und auch im Internet seien Informationen über das AST – etwa auf der Landkreis-Homepage – nur sehr schwer zu finden. Auf all diese Probleme habe er bereits vor der Einführung der neuen Fahrplan-Struktur Mitte Dezember hingewiesen. Passiert sei bislang aber nichts.

'Es muss in der Öffentlichkeit deutlich mehr Informationen über dieses Produkt geben', forderte Endhardt. Zudem bat er die Verwaltung um belastbare Vergleichszahlen über die Nutzung des Anrufsammeltaxis. Die von den Fahrgästen bei Bedarf bestellten Anrufsammeltaxis und Linientaxis (LT) ergänzen den Busverkehr auf Linien, auf denen regelmäßig fahrende Busse nicht wirtschaftlich wären.

Christian Lenz, beim Landratsamt zuständig für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), widersprach der Kritik Endhardts. 'Auf der Landkreis-Homepage sind alle Informationen zum AST hinterlegt.' Zudem seien Übersichtspläne an alle Ostallgäuer Touristeninformationsstellen verschickt worden. Dass entsprechende Hinweise noch auf den Fahrplänen an den Bushaltestellen fehlten, räumte Lenz ein. 'Das ist erst zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember möglich.'

Lenz bot an, zunächst mit Aufklebern und Plakaten für das AST zu werben. Gleichwohl werde das neue Angebot angenommen. 'Wir sprechen von einer Steigerung um 20 Prozent.' Bis zur Umstrukturierung nutzten jährlich lediglich 14.000 Fahrgäste das AST-Angebot, was einem Anteil von 0,5 Prozent am ÖPNV im Ostallgäu entspricht.

Über welche Themen der Kreisausschuss zudem debattierte lesen Sie in der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Marktoberdorf, vom 24.03.2015.

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