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Zeichen setzen: Kommentar von AZ-Redakteur Dirk Ambrosch über den Umgang mit Flüchtlingen

Hetze gegen Asylbewerber ist kein abstraktes Phänomen, das irgendwo im Internet passiert. Nein, die Hetzer leben mitten unter uns. Sie verschanzen sich hinter der Anonymität des Internets und trauen sich dort in Foren oder sozialen Netzwerken zu schreiben, was sie öffentlich nicht sagen würden. <%IMG id='1240451' title='Dirk Ambrosch'%>

Einige wenige verbreiten zum Beispiel in der Facebook-Gruppe 'Du kommst aus Marktoberdorf, wenn' ihre dümmlichen Vorurteile und menschenverachtenden Kommentare. Eine erbärmliche Minderheit, die Rassismus mit Meinungsfreiheit verwechselt.

Worte sind auch Taten. Wer von 'Gesindel' spricht, den Tod von 40 Flüchtlingen im Mittelmeer mit 'blub, blub versoffen' kommentiert, übt verbale Gewalt. Die Regeln des Miteinanders werden außer Kraft gesetzt, zutage tritt offene Menschenfeindlichkeit. Diesen Hetzern gilt es, sich entgegen zu stellen. Und sei es nur mit Worten, um zu zeigen: Wir tolerieren keine rechten Parolen. Auch und gerade im Internet gilt: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Nicht im Netz, sondern in der realen Welt haben Marktoberdorfer und Ostallgäuer in den vergangenen Tagen ein wichtiges Signal gesetzt, als es um die Betreuung von rund 280 Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan ging. Viele Helfer engagierten sich freiwillig, opferten ihre Freizeit und kümmerten sich um die Menschen aus den Kriegsgebieten, die in einer Notunterkunft in Marktoberdorf untergebracht waren. Mit Herzlichkeit, Zuneigung und oft einem Lächeln zeigten sie den Flüchtlingen: Ihr seid in Sicherheit, ihr seid hier willkommen. Ein Zeichen der Menschlichkeit, das gut tut in diesen Tagen.

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