Medizinkongress
Wundforum: 800 Teilnehmer bilden sich im Modeon fort

'Was Sie hier in Marktoberdorf und Kaufbeuren haben, muss unbedingt gewürdigt werden', forderte der Chirurg Johannes Link aus Garmisch-Partenkirchen in seinem Vortrag auf dem diesjährigen Wundforum in Marktoberdorf, das bereits zum 9. Mal von Wundexpertin Dr. Michaela Knestele im Modeon veranstaltet wurde. Gemeint war damit das hohe Niveau der Wundversorgung im Wundzentrum Allgäu, das längst nicht selbstverständlich ist, wie der Mediziner in seinem Vortrag 'Pleiten, Pech und Pannen in der Wundversorgung' aufzeigte.

Rund 800 Teilnehmer waren wieder zum mittlerweile bundesweit drittgrößten Wundkongress nach Marktoberdorf angereist, um sich von renommierten Experten fortbilden zu lassen.

Grund dafür sind hochkarätige Referenten wie der Lymphologe Prof. Helmuth Zöltzer von der Universität Kassel oder der Gefäßchirurg Dr. Gunnar Riepe aus Boppard.

Eine weitere Besonderheit: Der Kongress ist für die Teilnehmer kostenlos. Finanziert wird das Programm durch eine Industrieausstellung, die diesmal immerhin 36 Aussteller mit Spezialprodukten umfasste. Breit ist auch das Feld der Teilnehmer.

Es kommen Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Podologen und vielen andere, die in ihrem Alltag mit chronischen Wunden zu tun haben.

Hohe Akzeptanz

Organisiert wird der Kongress alljährlich von Knestele und der Marktoberdorfer Pflegedienstleiterin Theresia Müller sowie deren Familienangehörigen und zwei Helferinnen aus ihrem Team.

'Die hohe Akzeptanz, die das Wundforum deutschlandweit erfährt, macht mich nicht nur stolz, sondern zeigt auch, wie wichtig die Durchführung dieser Veranstaltung ist, damit all diejenigen, die in ihrer Arbeit mit der Behandlung von chronischen Wunden konfrontiert sind, lernen, dies richtig zu machen.', so Chefärztin Knestele.

Knestele verfügt selbst über eine hohe Erfolgsquote: Bei rund 80 Prozent der Menschen, die aus ganz Deutschland zu ihr kommen, heilen die Wunden durch ihre Therapie ab.

Dazu gehört zum einen die individuelle Behandlung der Wunde, zum anderen das Aufspüren und Beseitigen der Ursachen, um der Wunde, den Nährboden zu entziehen.

Häufigste Ursachen chronischer Wunden sind Nervenstörungen und eine schlechte Beindurchblutung durch Zuckerkrankheit (Diabetes); Durchblutungsstörungen oder 'Raucherbein'. Oft entstehen die Beschwerden auch durch Wundliegen oder durch unbehandelte Krampfadern, die zu einem 'offenen Bein' führen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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