Ausgezeichnet
Würdigung für Idealismus und Gemeinsinn

Seine schönste Aufgabe hob sich der Marktoberdorfer Stadtrat bis zum Schluss des Jahres auf: Er zeichnete erstmals seit acht Jahren wieder zwei verdiente Marktoberdorferinnen mit der Silbernen Ehrenmedaille, der Bürgermedaille der Stadt Marktoberdorf, aus: Uta Brunnhuber und Waltraud Joa. Ein hohes Maß an Idealismus, Gemeinsinn und persönlichem Einsatz sei Voraussetzung für solch eine Würdigung, erläuterte Bürgermeister Werner Himmer. Dazu gehöre auch die Liebe zur Heimat. «In unserer Stadt gibt es - Gott sei Dank - solche Mitbürger, die aus der Zurückgezogenheit ihres privaten Lebens heraustreten und bereit sind, durch vorbildlichen Einsatz im Dienst der Allgemeinheit die Würde, vor allem aber auch die Bürde und Last der Verantwortung für das allgemeine Wohl zu übernehmen.»

Kommunalpolitischer Einsatz

Himmer würdigte zunächst das kommunalpolitische Wirken von Uta Brunnhuber als CSU-Stadträtin von 1990 bis 2008. Davon war sie 15 Jahre Fraktionssprecherin, Mitglied in verschiedenen Ausschüssen und sechs Jahre Zweite Bürgermeisterin. Hoher Sachverstand, psychologisches Feingefühl und ein klarer Blick für das Wesentliche und Machbare zeichneten sie aus, sagte Himmer. Ihre Meinung sei gefragt gewesen, ihr Wort habe Gewicht gehabt. Als Zweite Bürgermeisterin habe sie die Stadt bei vielen offiziellen Anlässen in hervorragender Weise repräsentiert. Die Zusammenarbeit sei von Vertrauen geprägt gewesen. Dem Kreistag gehörte die Marktoberdorferin darüber hinaus von 1996 bis 2008 an.

Ebenfalls ehrenamtlich hat Uta Brunnhuber 22 Jahre lang die Volkshochschule mit großem Erfolg geleitet und durch ihren persönlichen Einsatz zu hohem Ansehen gebracht. Als Vorsitzende bleibt sie auch weiter im Ehrenamt aktiv (wir berichteten). Nicht unerwähnt ließ Himmer, dass Uta Brunnhuber neben all ihren ehrenamtlichen Aufgaben noch Zeit fand, sich als Autorin mehrerer Bücher zu betätigen.

Für Gleichstellung gekämpft

Erst vor ein paar Wochen war Waltraud Joa mit der Bayerischen Saatsmedaille für soziale Verdienste ausgezeichnet worden. Jetzt würdigte auch ihre Heimatstadt Marktoberdorf ihr umfangreiches ehrenamtliches Engagement. Sie war für die SPD von 1996 bis 2008 im Stadtrat und in verschiedenen Ausschüssen tätig. Darüber hinaus nimmt sie seit vielen Jahren die Aufgaben als Behindertenbeauftragte für Marktoberdorf und den Landkreis wahr.

Seit 2002 ist Waltraud Joa Kreisrätin.

In verschiedenen Gremien, so Himmer, standen und stehen für sie die Probleme von Menschen mit Behinderung im Vordergrund. In jahrzehntelanger, unermüdlicher Arbeit im Amt der Behindertenbeauftragten habe sie sich mit ihrem Sachverstand weit über die Grenzen von Marktoberdorf hinaus einen Namen gemacht - auch durch ihre Tätigkeit in vielen anderen Arbeitskreisen und Organisationen auch auf Landesebene. Hohen Stellenwert habe zum Beispiel der Aktionstag für die Jugend und Menschen mit Behinderung, den sie maßgeblich initiiert habe.

Ihr Einsatz für die Gleichstellung behinderter Menschen sei in Marktoberdorf sichtbar. In den Dank schloss Himmer Joas Ehemann, Karl-Heinz Joa, mit ein.

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