Ausschuss
Westliche Georg-Fischer-Straße und Poststraße in Marktoberdorf erhalten ein neues Gesicht

Etwas fürs Auge soll sie sein, dadurch zum Verweilen einladen und so letzten Endes zum Einkaufen oder zum Besuch eines Lokals animieren. Seit Jahren ist klar, dass der westliche Teil der Georg-Fischer-Straße in Marktoberdorf umgestaltet werden soll. Nun legten die Pullacher Architekten Angelika Hein-Hoefelmayr und Alwin Hoefelmayr ihre Pläne zur Verjüngungskur dem Bauausschuss vor und fanden dort ebenso breite Zustimmung wie bei den Anwohnern und Geschäftsleuten, die im Vorwege informiert worden waren. Größeren Diskussionsbedarf gab es zur Umgestaltung der Poststraße.

Für die Architekten ist die westliche Georg-Fischer-Straße eine der wichtigen Hauptgeschäftsstraßen. Sie brauche deshalb einen anspruchsvollen Ausbau. Dies ist auch im integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) festgeschrieben.

Inzwischen hat die Regierung von Schwaben als Zuschussgeber angemahnt, den Planungen Taten folgen zu lassen. Deshalb erhielt die Verwaltung den Auftrag, den Förderantrag zu stellen und in die Ausschreibung zu gehen, damit noch in diesem Jahr begonnen werden kann.

Granit statt Asphalt

Vom Kreisel an der Bahnhofstraße bis kurz hinter die Einmündung in den Birkenweg soll der schwarze Asphalt durch beiges Granitpflaster ersetzt werden. Gleichzeitig soll die Straße auf das jetzige Bürgersteigniveau angehoben werden, um Älteren und Gehbehinderten das ständige Auf und Ab zu ersparen.

Überhaupt soll die Anbindung an die Geschäfte möglichst ebenerdig erfolgen. Für Sehbehinderte und Blinde gibt es Orientierungsstreifen.

Zwischen Kreisel und Jahnstraße kommen die Parkplätze in die Mitte, für Grün sorgen Bäume. Dort befinden sich auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Zwischen Jahnstraße und Birkenweg wiederum sollen die Parkplätze wegfallen.

Weil das Tempo auf 20 Stundenkilometer begrenzt ist, sind Autofahrer, Radler und Fußgänger künftig gleichberechtigt und müssen aufeinander Rücksicht nehmen. Bedenken von Peter Fendt (Bayernpartei), das Pflaster sei für Gehbehinderte nicht geeignet, zerstreute Stadtbaumeister Peter Münsch.

Die Kosten für die Maßnahme gab Münsch mit etwa 750 000 Euro an. Eingerechnet seien 280 000 Euro für den höherwertigen Ausbau. Dabei seien bis zu 140 000 Euro an Zuschüssen zu erwarten. Zwar müsse nochmals über Zahl der Parkplätze gesprochen werden, hieß es mehrfach. Unter dem Strich aber gefiel der Plan, weshalb der Ausschuss das Projekt bei nur einer Gegenstimme auf den Weg brachte.

Nur für Standard zu zahlen

Durchgehendes Pflaster von der Bahnhofstraße bis zur Rauhkreuzung war auch der ursprüngliche Plan für die Poststraße. Dagegen hätten Anwohner jedoch Widerspruch eingelegt, berichtete Bürgermeister Werner Himmer aus der Anhörung. Deshalb soll der Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Jahnstraße einen knapp drei Meter breiten Asphaltstreifen erhalten, um nachts die Geräusche zu mindern.

Gleiches war eigentlich zwischen Rauhkreuzung und Birkenweg vorgeschlagen worden. Die Mehrheit im Ausschuss entschied sich dagegen.

Auch Poststraße und Birkenweg werden als Mischzone gestaltet. Zahl und Aufteilung der Parkplätze stehen noch nicht fest. Eine weitere Neuerung ist, dass der Birkenweg von der Poststraße in Richtung Gschwenderstraße als Einbahnstraße ausgewiesen wird.

Über die Ausbaukosten ließ sich in der Sitzung noch nichts sagen. Jedoch steht fest: Die Anlieger werden anteilsmäßig nur für den Standardausbau zu Kasse gebeten, nicht für die Mehrkosten durch die höherwertigere Gestaltung, versicherte Himmer.

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