Politik
Weiterbau der Umgehung MarktoberdorfBertoldshofen: SPD-Fraktion übt Druck auf Innenminister Herrmann aus

Soll man dem Wunsch nach einem Weiterbau der Umgehung Marktoberdorf/Bertoldshofen durch eine zweite Resolution im Kreistag noch mehr Nachdruck verleihen? Vor dieser Frage standen die Vertreter aus dem Landkreis. Die Forderung der SPD-Fraktion fand aber keine Mehrheit, sie führt jedoch dazu, dass eine Delegation aus dem Ostallgäu das Gespräch mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann suchen wird. Darauf einigte sich das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Der SPD ging es im Kern darum, dass der Minister das Verfahren am Verwaltungsgerichtshof wieder vorantreibt, das momentan ruht. Der Kreisrat und Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert (SPD) kritisierte, dass Minister Herrmann den Rechtsstreit mit einem Anlieger aus Bertoldshofen erst dann wieder aufnehmen lassen will, wenn sich eine Finanzierungsmöglichkeit abzeichnet. Dies sei zu spät.

Die bisherigen Aussagen des Ministers seien zu wenig verbindlich. Herrmann müsse sich gleichzeitig sowohl für die Finanzierung als auch für vollziehbares Baurecht – also eine Gerichtsentscheidung – einsetzen.

Anders beurteilten vor allem die CSU-Vertreter die Lage. Josef Schweinberger rechnet Anfang 2015 mit einer Wiederaufnahme des Gerichtsverfahrens: 'Wir brauchen keine weitere Resolution. Wir sind auf einem guten Weg.' Auch Marktoberdorfs Bürgermeister Wolfgang Hell (CSU) erkannte nach einem Gespräch der Landtagsabgeordneten Angelika Schorer (CSU) mit Minister Herrmann 'positive Signale'.

Die Stimmung in Bertoldshofen sei wegen des enormen Verkehrsaufkommens 'katastrophal' berichtete Werner Moll (FW): 'Wir ersticken im Verkehr.' Gleichzeitig warnte er vor ständig neuen Resolutionen. Statt dessen soll man das Gespräch mit dem Kläger suchen. Dessen Forderungen seien 'nicht utopisch', eine Einigung sei erzielbar.

Welchen Kompromissvorschlag Lars Leveringhaus (CSU) einbrachte, lesen Sie in der Allgäuer Zeitung (Marktoberdorf) vom 22.10.2014 (Seite 27).

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