Gemeinderat
Wald investiert in Baugebiet

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Im vergangenen Jahr hat Wald eine runde Million – vornehmlich in sein Baugebiet 'Wald-West -Kapelle'– investiert, im Haushalt 2012 sind wiederum 1,2 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen: für Restarbeiten am Baugebiet, die Breitbanderschließung, für Grunderwerb und natürlich für die Ortsdurchfahrt einschließlich Straßenbeleuchtung.

Gewerbesteuern sprudelten kräftiger als erwartet

Das hat die Gemeinde finanziell durchaus im Kreuz: Die Gewerbesteuereinnahmen sind 2011 kräftig gesprudelt und übertrafen bei weitem den Haushaltsansatz. Die Baugrundstücke im neuen Baugebiet gingen weg wie warme Semmeln.

So konnte die Gemeinde ihrer Rücklage ein schönes Sümmchen zuführen und hat nun eine gute Grundlage für weitere Investitionen. Zudem hat die Gemeinde jahrelang solide gewirtschaftet und sich eine gute Ausgangslage geschaffen.

Im Verwaltungshaushalt, in dem die 'laufenden Geschäfte' abgewickelt werden, kann sich Wald auch heuer über gute Steuereinnahmen und eine ordentliche Schlüsselzuweisung vom Freistaat freuen. Die bei weitem größte Ausgabe ist hier die Kreisumlage. Der Gemeinde wird nach Abzug aller Ausgaben ein sechsstelliger Überschuss bleiben, den sie dem Vermögenshaushalt zuführen und für Investitionen nutzen kann.

Damit und mit einer Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von fast einer halben Million Euro sind die Investitionen schon zum Großteil abgedeckt.

Kämmerer Bernhard Gantner zeigte auf, dass die Abwasserbeseitigung dank der zum 1.1.2012 erfolgten Gebührenanpassung wieder kostendeckend ist. Im Bestattungswesen wurden im laufenden Haushaltsjahr viele Grabnutzungsrechte neu vergeben, so dass die Gemeinde hierfür heuer rund 46 000 Euro einnimmt.

Das Geld wird aber in einer Sonderrücklage für Instandhaltungsmaßnahmen am Friedhof und der Leichenhalle in den kommenden 25 Jahren zurückgelegt. Ein gutes Geschäft sind die beiden gemeindlichen Photovoltaikanlagen, welche dem Gemeindehaushalt heuer 10 000 an Einnahmen bescheren. Eine dritte Photovoltaikanlage auf dem Gemeindestadel am Pumpenhaus ist bereits geplant.

Dafür und für die Verbesserung der Straßenbeleuchtung nimmt die Gemeinde heuer Kredite in Höhe von 52 500 Euro auf.

Steuerkraft der Gemeinde soll weiter steigen

Die gemeindlichen Steuersätze bleiben, wie schon in den Vorjahren, unverändert. Mit 514 Euro pro Einwohner wird Wald heuer seine höchste Steuerkraftzahl seit 17 Jahren erreichen. Die Gemeinde liegt damit fast genau im Landesdurchschnitt und belegt im Landkreis die Rangziffer 23 von 45 Gemeinden. Für die kommenden beiden Jahre prognostizierte Gantner sogar noch eine weitere Steigerung.

Laut Finanzplanung wird es im kommenden Jahr, wenn die laufenden Baumaßnahmen abgeschlossen sind, wieder ruhiger zugehen in Wald: Nur noch 245 000 Euro an Investitionen sind dann vorgesehen, ein Betrag, der in den folgenden Jahren weiter sinken soll. Dann soll auch die Verschuldung, welche momentan bei 1060 Euro pro Einwohner liegt, kontinuierlich wieder abgebaut werden.

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