Wald Gr Teil Ii
Wald erhöht Grabgebühren

Vor 25 Jahren hat die Kirche in Wald zuletzt Grabnutzungsgebühren eingehoben, mit dem Geld den Friedhof hergerichtet und ihn dann an die politische Gemeinde übergeben.

Ende 2011 endet der Nutzungszeitraum, sodass sich der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung im alten Jahr mit der Bestattungsgebührensatzung und dem Friedhof befasste: Die Gemeinde muss nämlich nun wieder Grabnutzungsgebühren für 25 Jahre einheben.

Dach der Leichenhalle steht an

Bisher sind in der Satzung dafür Gebühren von 85 Euro für ein einzeiliges Familiengrab, 170 Euro für ein zweizeiliges und 255 Euro für ein dreizeiliges Familiengrab vorgesehen. Eine Hochrechnung der VG Seeg hat ergeben, dass mindestens 50 000 Euro eingenommen werden müssen, damit in den kommenden 25 Jahren die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen am Friedhof finanziert werden können.

Das sei eher knapp gerechnet, befürchtete Bürgermeister Josef Ampßler: Das Dach der Leichenhalle stehe an, ebenso wie mehrere Abschnitte der Friedhofsmauer.

Auf der Grundlage der errechneten Summe ergibt sich eine Gebührenerhöhung für ein einzeiliges Grab auf 150 Euro, für ein zweizeiliges Grab auf 300 Euro und für ein dreizeiliges Grab auf 450 Euro. Für ein großes Grab macht das 18 Euro pro Jahr oder 1,50 Euro im Monat, rechnete der Bürgermeister vor.

Verglichen mit den Nachbargemeinden haben die 'neuen' Walder Gebühren etwa dasselbe Niveau wie in Rückholz, in Hopferau und auch in Seeg liegen sie deutlich höher. Wer also ein Grab auf dem Walder Friedhof hat, der muss sich nun entscheiden, ob er es aufgibt, ob er es (natürlich zum neuen Gebührensatz) noch einmal für 25 Jahre oder nur noch bis zum Ablauf einer etwaigen Ruhefrist behalten möchte.

Auch in anderen Punkten regte der Bürgermeister eine Satzungsänderung an: Die Preise für zusätzliche Leistungen, die nicht von den Grabnutzungsgebühren erfasst sind (Grabherstellung, Tieferlegung, usw), sind bisher in der Satzung geregelt. Nun soll dort nur noch auf eine Preisliste verwiesen werden, die in der Gemeinde ausliegt. Die Neuregelung hat den Vorteil, dass bei eventuellen Preisänderungen nicht gleich wieder eine Satzungsänderung erfolgen muss.

Immer mehr Urnenbestattungen

Zudem soll festgeschrieben werden, dass in Zukunft nur noch verrottbare Urnen bestattet werden dürfen. Da Urnenbestattungen immer mehr nachgefragt werden, will die Gemeinde spezielle Urnengräber zur Verfügung stellen und mittelfristig eine Urnenwand schaffen. Auch die Möglichkeit anonymer Urnenbestattungen soll es geben. Der Gemeinderat beschloss alle Satzungsänderungen einstimmig.

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