Stadtrat
Vorerst nicht noch mehr Solarstrom in Marktoberdorf

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Nach diesem Sprichwort handelte auch der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Er vertagte bei drei Gegenstimmen die Entscheidung über den Bau einer weiteren Solarstromanlage in einer früheren Kiesgrube am Langweg.

Zuerst soll eine Standortprüfung für regenerative Energien abgewartet werden, die der Stadtrat vor kurzem in Auftrag gegeben hatte. Das Ergebnis – bis es vorliegt, können ein bis zwei Jahre vergehen – soll in den Flächennutzungsplan einfließen, der teilweise für derartige Areale geändert werden soll.

Energiewende kommt schneller

Der Umweltausschuss hatte dieses Vorgehen dem Stadtrat zwar einstimmig empfohlen, doch die Diskussion zeigte, dass dessen Mitgliedern die Entscheidung nicht leicht fiel. Gerade angesicht der Reaktorkatastrophe von Fukushima, die sich im März jährt, habe ein großes Umdenken eingesetzt.

'Das Standortkonzept haben wir zu einem Zeitpunkt verabschiedet, als die Energiewende noch nicht unter diesem Druck stand wie jetzt', sagte Clara Knestel (Grüne). Deshalb stimme sie dem Antrag zu. Der zielte in die Richtung, die bestehende 1,4 Hektar große Fotovoltaikanlage um weitere 3,1 Hektar zu vergrößern.

Wolfgang Schmid (Freie Wähler) bekundete wie bereits im Ausschuss, er halte diese Fläche für geeignet. Bedenken von Naturschützern, die auf die neue Flora und Faune verweisen, wies er zurück. Falls die Solaranlage nicht genehmigt werde, müsse verfüllt werden: 'Dann ist sowieso alles weg, was sich jetzt dort tummelt.'

Baugebiet genießt Priorität

Auch Peter Fendt (Bayernpartei) sprach sich für die Anlage aus. Selbst wenn die Grube verfüllt werde, sei der Grund auf Jahre hinaus nicht zu nutzen, weil er sich erst setzen muss.

Anderer Meinung waren etwa Walter Schilhansl und Eugen Kögel (beide CSU). Die Wohnbebauung für den Bereich Gewend-Süd müsse Priorität genießen. Deshalb könnte es sein, dass dieses Grundstück noch für andere Zwecke gebraucht wird.

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