Oldtimertreffen
Viele Raritäten in Unterthingau versammelt

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580 Alte, die älteste genau 100 Jahre, trafen sich rund um das Unterthingauer Schloss auf der Straße. Die Rede ist von historischen Autos, Motorrädern und Traktoren. Eingeladen hatte der Automobil- und Motorradclub (AMC) Unterthingau, gekommen waren 488 Teilnehmer, die teilweise mehrere Oldtimer mitgebracht hatten.

Der Star war die 100-jährige Ford Tin Lizzie. Das berühmte Auto, Baujahr 1912, brachten Besitzer Hans und Elke Bienert aus dem Unterallgäuer Lautrach in eineinhalb Stunden hierher ins mittlere Ostallgäu und auf den Marktplatz direkt an der Hauptstraße.

'Per Achse', wie sie im Fachchargon die Anreise mit eigener Kraft stolz beschrieben. Neben diesem 20 PS starken und bereits mit Automatikgetriebe ausgestatteten Oldie steht in den Garagen von Bienerts aus nahezu jedem Jahrzehnt ein Auto. 20 Fahrzeuge insgesamt kommen da zusammen, auch Traktoren seien darunter.

Mit Baujahr 1957 wesentlich jünger war der Traktor von Hans Alfred Klein. Der Präsident seines Schlepperclubs in Erftstadt bei Köln war ebenfalls 'per Achse' und mit angehängtem Wohnwagen in knapp einer Woche von zuhause angereist.

Einige der süddeutschen Höhenzüge waren für seinen 16 PS starken Eicher aber zu steil. So führte ihn der Weg südlich von Stuttgart über den Bodensee ins Allgäu – nach 666 Kilometern war er am Ziel. Die weiteste Anreise allerdings hatte ein ungarisches Auto, wie sich erst nach dem Oldtimertreffen herausstellte.

'Schlag wie ein Bulldog'

'Eine englische Gewehrfabrik hat das Motorrad gebaut', lässt AMC-Sportleiter Franz Holzmann den Besucher staunen. Manfred Singer aus dem Unterallgäuer Erkheim beschreibt den 'Lebenslauf' seiner BSA, Baujahr 1947.

Das Zweirad mit zirka 24 PS (Singer: 'Das weiß man nicht so genau') und 500 Kubikzentimetern in einem Zylinder 'hat einen Schlag wie ein Lanz-Bulldog: Da kannst Du fast mitzählen.' Ursprünglich sei die Maschine in Burma, heutiges Myanmar, gelaufen. Über einen Münchener Bekannten habe er das 'recht seltene' Gefährt erworben.

Warum die Aussteller keine Ausfahrt machen wollten, erklärt Holzmann so: 'Die wollen ihre Maschinen präsentieren und mit den anderen fachsimpeln.' So wie Georg Aigner aus dem 68 Kilometer entfernten oberbayerischen Peißenberg.

'1000 Arbeitsstunden g'langen net' rechnet er das Geschraube an seiner Torax aus dem Baujahr 1930 vor. Dieses Zweizylinder-1000-Kubikzentimerter-26-PS-Gefährt glänzt einschließlich dem exakt renovierten Original-Seitenwagen: 'In gutem, fahrbaren Zustand gibt?s das nur dieses eine Mal auf der Welt', erklärt Aigner.

Neben den 162 Zweirädern (ältestes Baujahr: 1927) und 265 Schleppern (ältestes Baujahr: 1929) konnte Zweiter AMC-Vorstand Markus Schuster die Anmeldung von 152 Autos registrieren. 'Absolut überwältigt' war er von der Beteiligung an diesem Oldtimer-Treffen, das Unterthingau alle zwei Jahre im Wechsel mit Stötten durchführt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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